Klimawandel und erneuerbare Energien im Landkreis Stendal

Für den weiteren Verlauf des Jahrhunderts wird eine deutliche Zunahme an Extremwetterereignissen (z.B. Hitzeperioden, Starkniederschläge etc.) vorausgesagt, die zu größeren Belastungen für die Menschen in einer Stadt oder Region führen. Die Anforderungen der Menschen an die Infrastrukturen und Versorgungssysteme werden daher zukünftig wachsen.

Klimaschutz und Klimaanpassung sind jetzt schon Pflichtbestandteile in regionalen Entwicklungsplänen, da sie Lösungsansätze auf regionaler und lokaler Ebene verlangen und werden auch zukünftig einen höheren Stellenwert in der Planung einnehmen. Ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz ist z.B. die Erzeugung erneuerbarer Energien.

Der Landkreis Stendal ist überdurchschnittlich mit Anlagen zur Stromerzeugung auf Basis der erneuerbaren Energien ausgestattet. Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen am Bruttostromverbrauch liegt bei 546,1 % (2018) und ist somit um das 16-fache höher, als die Zielvereinbarung (35% bis 2020) im Energiekonzept der Bundesregierung. Im Vordergrund stehen bei der Stromerzeugung vor allem die Windenergie, Photovoltaik und Bioenergie.

Tendenziell zeichnet sich im Landkreis Stendal insbesondere eine Zunahme von Trockenheit und extremen Wetterereignissen ab. Der Landkreis Stendal muss sich an die Folgen des Klimawandels anpassen, um seine Zukunftsfähigkeit zu erhalten und eine moderne Kreisplanung zu entwickeln.

Download des Kapitels: siehe Dokument "Kapitel 9 - Klimawandel und erneuerbare Energien"