Siedlungsraum Landkreis Stendal

Der Landkreis Stendal gehört in Deutschland zu den sehr dünn besiedelten Landkreisen und wird dementsprechend von einer dispersen, also kleinteiligen und sehr verstreuten, Siedlungsstruktur geprägt. Knapp 2/3 der Kreisfläche stehen der  landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung.  Gerade einmal 4,5 % der Fläche werden dagegen als Siedlungsfläche und 3,2 % als Verkehrsfläche genutzt.

Die Hansestadt Stendal ist mit ca. 31.500 EW in der Kernstadt die größte Stadt der Altmark und nimmt die Funktion eines Mittelzentrums mit Teilfunktion eines Oberzentrums wahr.  Gemeinsam mit den zusätzlich ausgewiesenen Grundzentren (Tangermünde, Havelberg, Osterburg, Tangerhütte, Seehausen, Bismark, Arneburg, Goldbeck und Schönhausen) wird die Versorgung der Bevölkerung mit Infrastrukturen und Dienstleistungen abgesichert.

Aus der wirtschaftlich sehr starken Hansezeit sind bis heute noch zahlreiche baukulturell hochwertige Bauten der Backsteingotik erhalten und diese prägen in ihrer Gesamtheit den Landkreis Stendal als eine „Region der Backsteingotik“ , die ergänzt durch die ebenfalls zahlreich erhaltenen romanischen Feld- und Backsteinkirchen Jahr für Jahr zahlreiche Kulturinteressierte anlockt.

Der immer noch zu verzeichnende Bevölkerungsrückgang hinterlässt etliche leerstehende Gebäude, die eine immer größer werdende Herausforderung für die Stadt- und Dorfentwicklung darstellen.

Download des Kapitels: siehe Dokument "Kapitel 3 - Siedlungsraum"