Impfplan wird neu ausgerichtet.

Testlauf mit Polizei

Gesundheitsamt

Mit Stand 15. Januar sind im Landkreis Stendal seit Beginn der Pandemie 2142 Personen laborbestätigt infiziert gemeldet, davon sind 441 Personen aktiv positiv. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 207.

121 Menschen sind verstorben und wurden positiv auf COVID-19 getestet.

Impfzentrum

2036 Menschen wurden bisher im Landkreis geimpft. Davon sind 338 Impfungen in Krankenhäusern erfolgt. Zwei mobile Teams sind derzeit im Landkreis unterwegs und impfen in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Ab 18. Januar öffnet das Impfzentrum in Stendal und wird Impfwillige empfangen, die vorher einen Termin erhalten haben. Termine werden vergeben über die Hotline 116 117 und online über die Buchungsplattform des Gesundheitsministeriums.

Organisation Impfzentrum

Betrieben wird das Impfzentrum durch den verantwortlichen Landkreis Stendal.

Zur personellen Unterstützung wurden Kapazitäten aus verschiedenen Einrichtungen angefragt. JUH, DRK und die Bundeswehr haben Personalressourcen zur Verfügung gestellt.

Acht Mitarbeiter des Deutschen Rotes Kreuz (6 Hauptamtliche, 2 Ehrenamtliche), drei hauptamtliche Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe und elf Bundeswehrsoldaten übernehmen im Auftrag des Landkreises verschiedene Aufgabenbereiche voraussichtlich bis Jahresende 2021.

Durch die ehrenamtliche Bereitschaft des Apothekers Dr. Uwe Sänze und Sigrid Sänze wird das Team fachlich unterstützt.

Federführend für die Strukturen hinsichtlich der Terminvergaben und Abwicklung der Impfaufgabe im Landkreis ist ausschließlich der Landkreis Stendal.

Impfzentrum feilt an Masterplan

Um schnellstmöglich den priorisierten Personenkreis „Über 80-Jährige“ zu impfen ist konsequentes Handeln nötig. Neben dem Modell „Impfungen durch Terminvergabe“ wird der Landkreis eine neue Ausrichtung anstreben, um den Personenkreis mit Priorität 1 zu erreichen.

Seit einigen Tagen plant der Landkreis mit einem Impfangebot in allen Verbands-und Einheitsgemeinden aufzuschlagen. Ortsnah und flexibel sollen dann Impfungen möglich sein.

Sowie die logistischen und personellen Planungen dazu abgeschlossen sind, wird das Prozedere vorgestellt. Alle Verbands-und Einheitsgemeinden stehen dem Vorhaben wohlwollend gegenüber und signalisierten in einer Abstimmungsrunde große Bereitschaft zur Unterstützung.

Dank dem Rückenwind wagt der Landkreis zu sagen, dass schon Ende Januar der Masterplan stehen könnte.

Wann gestartet wird, ist wesentlich von den Impfstofflieferungen abhängig. 500-1000 Menschen könnten dann täglich an dezentralen Orten geimpft werden.

Probelauf für COVID-19-Großimpf-Tage

Einer der ersten Aufgaben für die Umsetzung des neuen Konzeptes war es, zu prüfen, ob eine überdurchschnittliche Große Gruppe Impfbereite an einem ausgelagerten Ort, außerhalb des Impfzentrums, handhabbar ist. Dazu stellte der Landkreis am Wochenbeginn eine Anfrage an die Polizeiinspektion Stendal. Innerhalb von drei Tagen organisierte die Dienststelle 330 impfbereite Bedienstete aus dem Polizeivollzug und der Verwaltung der gesamten Polizeiinspektion Stendal zu der die Polizeireviere Jerichower Land, Stendal und Altmarkkreis Salzwedel gehören. Es reisten Bedienstete von Gommern bis Havelberg an und erhielten auf einer Impfstrecke an zwei Tagen die COVID-Schutzimpfung.

Die Auslastung einer Impfstrecke mit hoher Durchlauffrequenz konnte somit getestet werden. Dieser Feldversuch verlief reibungslos, die Kapazitäten wurden passend eingesetzt. Für die Planungen des Landkreises sind die Erkenntnisse des Großimpf-Tages wertvoll.

Die für den Februar geplanten Impfungen der Bediensteten der Polizeiinspektion Stendal wurden für den Testlauf vorgezogen. Der verwendete Impfstoff wird dem Impfstoff-Pool der Polizei angerechnet.

Dass dieser Test so kurzfristig umgesetzt wurde freut den Landkreis, auf den gemachten Erfahrungen kann man bauen.

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