Unterstützung für Kinder der Landesaufnahmeeinrichtung im Fokus

Informationsveranstaltung lädt am Mittwoch, 27. November, in die Kreisverwaltung.

565 Menschen leben zurzeit in der Landesaufnahmeeinrichtung (LAE) für Asylbewerber in Stendal. Mehr als die Hälfte von ihnen sind minderjährig und ein Großteil davon noch Kinder. Zur Schule gehen können sie erst nach Zuweisung zu einer Kommune. In einer gemeinsamen Veranstaltung am Mittwoch, 27. November, informieren der Landkreis Stendal, die Freiwilligen-Agentur Altmark und die SozialStärken gGmbH über den Alltag in der Erstaufnahmeeinrichtung und über Möglichkeiten, sich dort ehrenamtlich einzubringen. Los geht es um Raum Stendal der Kreisverwaltung (Hospitalstraße 1-2, 39576 Hansestadt Stendal) um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Es soll vor allem darum gehen, den zahlreichen Kindern mit Spiel- und Lernangeboten etwas Abwechslung und Freude in den Alltag zu bringen. Aber auch an anderen Stellen wäre freiwillige Unterstützung hilfreich“, sagt Jakob Wernike. Beim Landkreis Stendal ist er einer von zwei Integrationskoordinatoren. In der Informationsveranstaltung stellen die Sozialbetreuer von Saxonia Care ihre Arbeit vor. Die Caritas spricht über die Betreuung der Kinder in einer Lernwerkstatt. Die psychologische Beraterin und Kommunikationstrainerin Dr. Johanne Fischer widmet sich Hintergrundthemen des Ehrenamtes mit Geflüchteten, etwa was es bedeutet, seine Heimat zu verlieren und fremd zu sein. Außerdem finden Interessierte persönliche Ansprechpartner für ihre Fragen.

Wer sich für ein Ehrenamt in der LAE interessiert, wird im Dezember zu einem weiteren Treffen dorthin eingeladen, um die Einrichtung kennenzulernen. Dabei gibt es auch eine Einführung zum Umgang mit Traumata.

Hintergrund
Die Landesaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Stendal ist Schutzsuchenden vorbehalten, die besonders verletzlich sind, etwa ältere Menschen, Gehbehinderte, Schwangere, allein reisende Frauen, Kinder und traumatisierte Menschen. Ihre Bewohner kommen zurzeit unter anderem aus Syrien, Afghanistan, der Türkei, Russland und Kamerun.