Transparenter und einfacher: Vergabe von Sportstätten wird digitalisiert

Landkreis Stendal treibt die Modernisierung seiner Verwaltungsprozesse weiter voran.

In der Zeit vom 2. März bis 12. April besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, die Nutzung der Sportstätten des Landkreises Stendal für die nächste Vergabeperiode zu beantragen. Eines ist ab diesem Jahr aber neu: Die Antragstellung erfolgt digital. Damit treibt die Kreisverwaltung aber nicht nur die Digitalisierung seiner Prozesse voran, sondern gestaltet diese transparenter und einfacher. Diese Reform ist ein deutliches Signal für eine moderne, serviceorientierte Verwaltung und stärkt zugleich die Rahmenbedingungen für den organisierten Sport in der Region.

„Ich möchte mich an dieser Stelle für einen Impuls von den Bürgern bedanken“, sagt Patrick Puhlmann. In seiner Sprechstunde ist dem Landrat die Idee vorgestellt worden, den Prozess zur Vergabe der Sportstätten neu auszurichten. „Seither hat die Kreisverwaltung intensiv daran gearbeitet. Mit dem neuen Online-Formular soll insbesondere unseren Vereinen mit ihren zahlreichen Ehrenamtlern der Zugang vereinfacht und der Aufwand minimiert werden. Weiterhin verfolgen wir das Ziel, eine optimalere Auslastung der Sportstätten zu erreichen und die Kapazitäten künftig noch effizienter zu nutzen“, so der Landrat des Landkreises Stendal weiter.

Die Verwaltung reagierte damit auf konkrete Hinweise aus der Vereinspraxis und leitete eine grundlegende Überarbeitung des bisherigen Antragsverfahrens ein. Das Kernstück ist die Digitalisierung des Prozesses. Das neue Antragsformular wird am Freitag, 27. Februar, über das Beteiligungsportal des Landes Sachsen-Anhalt freigeschaltet. Direkt über die Internetseite des Landkreises Stendal gelangen Nutzer künftig über die Kachel „Beteiligungsportal“ unmittelbar auf die entsprechende Plattform und können dort ihren Antrag stellen. Die Vertragslaufzeit bleibt dabei unverändert und ist weiterhin auf drei Jahre begrenzt. Durch die Umstellung sollen Abläufe vereinfacht, Bearbeitungszeiten verkürzt und die Vergabe insgesamt transparenter gestaltet werden. Für die Vereine bedeutet dies vor allem mehr Übersicht, eine klare Struktur im Antragsverfahren und eine zeitgemäße, digitale Abwicklung.

Hansestadt Stendal prüft Übernahme des Prozesses

Ein positiver Nebeneffekt: Die Hansestadt Stendal ist auf den Prozess aufmerksam geworden und prüft derzeit, ob auch die Stadtverwaltung denselben digitalen Weg einschlagen wird. Ein konkreter Starttermin für die Stadt steht zwar noch nicht fest, doch die Kooperation ist bereits so weit fortgeschritten, dass ein gemeinsamer Vergabezeitraum für städtische und kreiseigene Sporthallen möglich ist. Damit könnten Vereine aus Stendal und den Ortsteilen perspektivisch die Nutzung der Sportstätten über eine zentrale Plattform organisieren. Die angestrebte Synchronisierung der Vergabezeiträume soll Synergien schaffen und flexible Lösungen ermöglichen – etwa bei notwendigen Verschiebungen von Nutzungszeiten im Sinne der Vereine.