Schwark-Witte: „Unser Ziel ist es, Brücken zu bauen“
Tag des Gesundheitsamtes findet erfolgreiche Fortsetzung.
Zum zweiten Mal nach 2025 hat der Landkreis Stendal sich am Mittwoch der Initiative des Robert-Koch-Instituts angeschlossen und zum „Tag des Gesundheitsamtes“ die Türen geöffnet. Neben angemeldeten Gruppen aus Kindertagesstätten, des Berufsschulzentrums und aus der Johanniter-Pflegeschule nutzten den ganzen Tag über auch Einzelbesucher die Möglichkeit, die vielfältigen Aufgabenbereiche des Gesundheitsamtes kennenzulernen. Insgesamt 400 Besucher waren der Einladung gefolgt. Ganz vorn in der Gunst der Kinder standen dabei „Kroki“ und die Teddyklinik.
„Wir wollen die Bedeutung und Aufgaben eines Gesundheitsamtes im Bewusstsein der Bevölkerung stärker verankern, denn der öffentliche Gesundheitsdienst bildet eine wichtige Säule im deutschen Gesundheitswesen“, sagte Annette Schwark-Witte zur Eröffnung des Tages, der ganz unter dem Motto „Vielfalt für Gesamtheit“ stand. „Beim zweiten Mal kann man beinahe schon von einer Tradition sprechen. Diese soll sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Unser Ziel ist es, Brücken zu bauen“, so die Amtsleiterin weiter.
Kuscheltiere werden behandelt
Beim Jugendärztlichen sowie Jugendzahnärztlichen Dienst standen zu Beginn mehr als 60 Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten im Fokus. Zum einen erlebten sie verschiedene Stationen mit einem Quiz, aktiver Bewegung und einer Ruhepause beim Malen. Zum anderen war das Interesse an der Teddyklinik besonders groß, wo die Kinder die Sorgen ihrer Kuscheltiere vorstellen konnten. Husten, Schnupfen und Bauchweh waren häufige Beschwerden, welche gemeinsam mit den Mädchen und Jungen diagnostiziert und dann behandelt wurden. Aber auch der Wunsch nach einer Vorsorgeuntersuchung für den Teddy wurde erfüllt. „Kroki“, das Krokodil, war wie bereits im Vorjahr ein weiterer Höhepunkt bei den jüngsten Besuchern. Spielerisch erklärten Stefanie Stobinski und das Team des Jugendzahnärztlichen Dienstes, wie wichtig das Zähneputzen ist und wie es richtig gemacht wird.
Im ganzen Haus verteilten sich auch acht Klassen mit über 120 Auszubildenden des Berufsschulzentrums, der Johanniter-Pflegeschule sowie der Berufsbildungswerkes. In der Betreuungsbehörde konnten sie mit einem Quiz aktiv werden und die wichtigsten Informationen zur Vorsorgevollmacht sammeln. Beim sozialpsychiatrischen Dienst begrüßte ein handgemalter Baum die Besucher, welche Wünsche daran aufhängen durften.
Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben den ganzen Tag auch zu den Themen Infektionsschutz und Hygiene, Kinder- und Zahngesundheit sowie Prävention beraten. So entstand ein intensiver und vielfältiger Austausch – und das über die angehenden Fachkräfte hinaus auch mit allen Besuchern. Diese hatten zudem die Möglichkeit, Seh- und Hörtests kostenlos durchzuführen oder Beratungen rund um die Gesundheit auf Reisen in Anspruch zu nehmen.
Landrat lobt Ideen und Einsatz des Gesundheitsamtes
Die Gesundheitsaufsicht klärte zudem über das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland auf: Wasser. Weiterhin wurde unter einer Schwarzlichtlampe gezeigt, wie es aussieht, wenn Hände unsachgemäß desinfiziert werden. Die Folgen lagen damit im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand: Keime würden von einem Patienten zum anderen transportiert werden. So gilt: Eine ordentliche Handdesinfektion dauert 30 Sekunden und jede Fläche der Hand muss dabei benetzt werden.
„Es ist nicht selbstverständlich, diesen Tag mit all seinen Aktionen neben dem Tagesgeschäft vorzubereiten“, richtete Patrick Puhlmann sich an das gesamte Team des Gesundheitsamtes. „Sie haben sich viele Gedanken gemacht, zahlreiche Ideen und teilweise auch Freizeit eingebracht, um den Besuchern auf vielfältige Art und Weise zu zeigen, was ihre Aufgaben sind. Dafür danke ich ihnen recht herzlich“, so der Landrat weiter, ehe er selbst einen Rundgang durch die Stationen startete und etwa Hör- und Sehtests absolvierte. „Daraus habe ich auch Erkenntnisse mitgenommen“, so Puhlmann abschließend.

