Schüler-Reporter besuchen Kreisstraßenmeisterei

Patrick Puhlmann und Carsten Köppe stellen sich neugierigen Fragen.

Kurz vor Beginn der Winterferien hat der Landkreis Stendal ein Projekt, welches im Jahr 2024 gestartet wurde, fortgeführt. Einmal jährlich werden Schülerzeitungen der weiterführenden Schulen eingeladen, eine Einrichtung der Kreisverwaltung zu besuchen und Verantwortlichen, wie Landrat Patrick Puhlmann, Fragen zu stellen. Nach der Premiere in der Integrierten Leitstelle Altmark ging es dieses Jahr in die Kreisstraßenmeisterei (KSM). Schüler des Margraf-Albrecht-Gymnasiums Osterburg aus Geestgottberg, Werben sowie Seehausen und Jung-Redakteure der Sekundarschule Wladimir Komarow aus Stendal waren der Einladung nach Tangermünde gefolgt.

Zuerst stellte sich Puhlmann den zahlreichen Fragen der Jung-Redakteure. Wie sind die Aufgaben eines Landrates? Bereut er es, in dieser Position zu sein und macht die Arbeit Spaß? Dazu interviewten die Schüler den Landrat auch zu aktuellen Themen auf seinem Schreibtisch. Puhlmann erläuterte, dass ihm vor allem die Abwechslung der stets neuen Herausforderungen, um für die Menschen im Landkreis Stendal verbesserte Lebensverhältnisse zu ermöglichen, Freude bereiten. Natürlich blieb auch die Frage, was ein Landrat verdient, nicht aus. Dies hat Puhlmann den Jugendlichen als Recherche-Auftrag mit nach Hause gegeben. Auf die abschließende Frage, wie er seinen Job in fünf Wörtern am besten beschreiben würde, antworte Patrick Puhlmann: „Ich mache meine Arbeit gern.“ Nach etwa einer Stunde bedankte sich der Landrat bei den Jung-Redakteuren, welche sich die Zeit genommen und großes Interesse gezeigt haben.

Im zweiten Teil hat Carsten Köppe die Gruppe durch zahlreiche Daten und Fakten geführt. Der Kreisstraßenmeister stellte die Arbeit seines Teams vor und gab den Mädchen und Jungen vor allem eines mit auf den Weg: „Wir haben ein Netz von 465 Kilometer Kreisstraßen. Aneinandergereiht reicht dies von hier bis zur holländischen Grenze.“ Damit wollte Köppe verdeutlichen, wie viel die Kreisstraßenmeisterei zu tun hat. In der Zuständigkeit liegen aber auch die Abschnitte des Elberadwegs, des Altmark-Rundkurses sowie des Havelradwegs, die durch den Landkreis verlaufen.

Von den verschiedenen Tätigkeiten rund um den Straßenbau, von denen Carsten Köppe berichtete, interessierten sich die Jung-Redakteure vor allem für eine Zahl: 20 Tonnen. So viel Müll sammelt die Kreisstraßenmeisterei jährlich von den Straßen ein. Eine Vorstellung, wie viel das ist, konnten die Mädchen und Jungen nicht wirklich entwickeln. Köppe machte ihnen aber deutlich, dass es viel zu viel ist. Danach nahm er die Reporter einmal mit in die Werkstatt und erklärte, dass die KSM auch bei Notfällen in anderen Bereichen eingesetzt werden kann und wie sie darauf vorbereitet ist. In der großen Fahrzeughalle hatten die Schüler dann besonderes Interesse an den großen Unimogs und durften sogleich einmal einsteigen, um Fotos für ihre Schülerzeitungen zu machen. „Wir suchen auch immer Verstärkung im Team“, kommentierte Köppe.

Der Hinweis, dass es auch beim Landkreis Stendal attraktive Berufe zu erlernen gibt, fehlte aber schon von Beginn des Pressetermins der Schüler bei der Kreisstraßenmeisterei nicht. Bereits bei ihrer Ankunft deuteten ein Schreibblock und ein Stift mit der Aufschrift „Deine Zukunft bei uns“ daraufhin. Im kommenden Jahr soll das Projekt fortgesetzt werden.