Ein besonderes Erlebnis mit dem Tandem

14. Tour de Altmark führt Radler aus sieben Bundesländern durch den Landkreis Stendal.

Unter dem Motto „Quer durch die Altmark“ haben elf Tandems der Bezirksgruppe Nord des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen-Anhalt zusammen mit Gästen aus sieben Bundesländern drei Tage lang den Landkreis Stendal erkundet. Zum Auftakt radelte auch Patrick Puhlmann mit. Der Landrat steuerte das Tandem mit Monika Möller, die zusammen mit ihrem Mann Horst die Tour organisiert hatte.

Das besondere bei der Tour de Altmark auf den Tandems ist, dass jeweils ein sehender Pilot und ein blinder oder sehbehinderter Mensch gemeinsam in die Pedale treten. So wird aus dem gemeinsamen Radfahren ein besonderes Erlebnis, bei dem es auf gegenseitiges Vertrauen und gute Zusammenarbeit ankommt.

Zum Auftakt begrüßten Monika Möller und Puhlmann die Teilnehmer auf dem Stendaler Bahnhofsvorplatz. Anschließend starteten die Tandem-Teams gemeinsam in die erste Etappe. Unterstützung bei der Bereitstellung der Tandems kam vom Tandem-Hilfen-Verein aus Berlin. Auch das Örtliche Teilhabemanagement im Landkreis Stendal begleitete einen Abschnitt der Tour, bei der es nicht nur um zurückgelegte Kilometer ging. Das gemeinsame Erleben und Kennenlernen spielen eine ebenso wichtige Rolle. Dabei kam in diesem Jahr eine beachtliche Altersspanne der etwa 25 Teilnehmer zusammen: Der Jüngste war 33 Jahre alt, der älteste zählte bereits 86 Lenze.

Die erste Etappe führte von Stendal über Darnewitz und Kläden nach Wilhelmshof und wieder zurück. Am Samstag ging es weiter bis nach Räbel, bevor am Sonntag mit Eichstedt das Ziel der dritten Etappe erreicht wurde. Insgesamt legten die Teams an den drei Tagen rund 165 Kilometer zurück.

Neben dem Radfahren standen auch kulturelle Erlebnisse auf dem Programm. Verschiedene Stationen entlang der Strecke boten den Teilnehmern die Gelegenheit, den Landkreis Stendal auch abseits der Fahrradwege und Straßen kennenzulernen.

Die Tour de Altmark verbindet damit seit inzwischen 14 Jahren Sport und Begegnung. Für die Tandemfahrer aus verschiedenen Teilen Deutschlands bietet sie die Möglichkeit, gemeinsam unterwegs zu sein, neue Menschen kennenzulernen und die Altmark auf besondere Weise zu erleben.