Batteriespeicher kann neue Perspektiven eröffnen
Sommertour: Landrat informiert sich über aktuelles Energie-Projekt von Neoen in Arneburg.
Nicht erst seit der Energiekrise treibt den Landkreis Stendal das Thema „Energie-Sicherheit“ um. In erneuerbaren Energien sieht er große Chancen für die Zukunft – auch mit Blick auf Batteriespeicher. In Arneburg baut Neoen derzeit einen solchen mit einer Kapazität von 45 MW/90 MWh Strom. Die Baugenehmigung dafür ist zum Ende des Jahres erteilt worden und damit war klar, dass Patrick Puhlmann sich das genauer ansehen möchte. Nun war der Landrat im Rahmen seiner Sommertour vor Ort zu Gast.
Gemeinsam mit René Schernikau als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck sowie Arneburgs Stadtoberhaupt Lothar Riedinger besuchte der Landrat kürzlich Andrés Marx und sein Team von Neoen auf der Baustelle. Diese befindet sich am südlichsten Zipfel des Industrie- und Gewerbeparks Altmark (IGPA). „Wir sind sehr von dem Standort überzeugt“, so der Neoen-Geschäftsführer, der sich für die pragmatische Zusammenarbeit mit den Kommunen und ihren Ämtern bedankte: „Wir erhalten maximale Unterstützung und fühlen uns sehr willkommen.“ Dem entgegnete Schernikau, dass das Thema gut zum IGPA passe, gerade auch auf dieser Fläche, die ansonsten schwer nutzbar sei.
Zwar ist außer einer eingezäunten Schotterfläche noch nicht viel zu sehen, doch das soll sich schon bald ändern. „Wir liegen im Plan, wollen 2026 in Betrieb gehen“, erklärte Marx weiter. Dabei zeigte er Puhlmann und Co Bilder einer Anlage, die so gerade von Neoen in Schweden errichtet wurde und verwies darauf, dass die in Arneburg am Ende genauso aussehen würde. „Mit unserer Anlage tragen wir dazu bei, das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und- verbrauch in Echtzeit zu wahren und erleichtern die Integration und effiziente Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, wie Wind- und Solarenergie, die in der Altmark bereits eine wichtige Rolle spielen.“, sagte der Neoen-Geschäftsführer weiter.
So kam das Thema auf, ob dieser Speicher auch lokal einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Netzstabilität leisten kann. „Im Moment sind Batteriespeicher ein großes Thema, hier im IGPA ist durch das eigene Netz auch eine besondere Situation. Aus meiner Sicht könnte das zu einer höheren Versorgungssicherheit in diesem Gebiet führen“, sagte der Landrat. So wurde verabredet, in diesem Thema im Austausch zu bleiben und die weiteren Entwicklungen abzuwarten. „Das könnte Perspektiven eröffnen, die jetzt noch nicht abzusehen sind“, so Patrick Puhlmann abschließend.

