„Zusammen Ist Man Weniger Allein“ ist „Demokratie-Ort 2026“
Landkreis Stendal hat Verein in Arneburg mit Urkunde und Plakette ausgezeichnet.
Der Verein „Zusammen Ist Man Weniger Allein“ ist am Dienstagnachmittag für die Projekte „Tauffest am Burgberg“ im Förderjahr 2024, die Projekte „Erlebnisfest zum Kindertag“ und „Arneburg damals und heute“ im Förderjahr 2025 sowie des „Elbauen7Kampf“ im Förderjahr 2026 als „Demokratie-Ort 2026“ ausgezeichnet worden. Dazu überreichte Susanne Hoppe stellvertretend für Landrat und Schirmherr Patrick Puhlmann in Arneburg eine Urkunde sowie Plakette.
„Der gemeinnützige Verein hat sich im Jahr 2021 vor dem Hintergrund der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie und deren Folgen gegründet, um Menschen aller Altersgruppen und unabhängig von Herkunft, Kultur und sozialer Stellung (wieder) zusammenzubringen“, erklärte Hoppe, die beste Grüße von Puhlmann übermittelte. „Er setzt sich für ein demokratisches Bewusstsein, gleichberechtigte Teilhabe, interkulturelle und interreligiöse Verständigung sowie die Förderung, Stärkung und den Schutz gesellschaftlicher Vielfalt ein“, so die Dezernentin des Landkreises Stendal.
Bei den Arneburgern geht es vor allem um die Förderung von Kunst sowie der Kultur- und Volksbildung, die Förderung internationaler Gesinnung sowie der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens. Dies geschieht vor allem durch Live-Veranstaltungen wie musikalische Abende und Nachmittage, aber auch Theateraufführungen, Zauber-Shows, rauschende Festivals und besinnliche Begegnungen. Darüber hinaus organisiert der Verein auch Lese-, Literatur- und Diskussionsrunden sowie gemeinsames Spiel zum Kultivieren etablierter Gesellschafts- und Bewegungsspiele, ebenso zum Erlernen von Spielneuerscheinungen.
Insgesamt können im Jahr 2026 über 27 Aktionen von Initiativen, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen aus dem Landkreis Stendal (ohne Gebiet der Hansestadt Stendal) gefördert werden, darunter das „ZUKUNFT+PFLANZEN Festival“ des Vereins Werk+Wiese der Alten Gärtnerei in Werben, die künstlerische Gestaltung auf dem Schulgeländer der Förderschule mit Ausgleichsklassen in Tangermünde oder die Zusatzkurse der 34. Sommerschule in Wust.
Hintergrund
Die Förderung von Demokratie- und Toleranzaktionen ist eingebettet in Bestrebungen des Landkreises Stendal, langfristig und umfassend Menschenfeindlichkeit sowie Rechtsextremismus in der Region abzubauen, eine Kultur der Vielfalt und Weltoffenheit zu stärken sowie Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.
Einmal im Förderjahr wird eine Initiative oder ein Verein, der sich in besonderen Maßen für die Ziele der Demokratiepartnerschaft engagiert, als „Demokratie-Ort“ durch den Landrat des Landkreises Stendal ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren konnten bereits das Shalomhaus Tangermünde, die Jugendarbeit der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, der Verein Waldstörche aus Klietz, der TuS Schwarz-Weiß Bismark, der Umwelt- und Bildungsverein Vitos diese Auszeichnung sowie der Förderverein für körper- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche erhalten.
Neben den Integrationskoordinatoren des Landkreises Stendal und der Koordinierungs- und Fachstelle (KinderStärken e. V.) ist der Begleitausschuss das wesentliche Element der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises. In dem Gremium arbeiten zivilgesellschaftliche Akteure des Landkreises Stendal gemeinsam mit der Kreispolitik und der Kreisverwaltung an der Vision, dass der Landkreis Stendal zu einer Region wird, in der alle Menschen ohne Bevorzugung oder Benachteiligung die Chance haben, sich in die demokratischen Entscheidungsprozesse zur Gestaltung ihrer Lebenswelt(en) in Stadt und Land einzubringen und sich für den Wert von Demokratie und Menschenrechten einsetzen. Der Begleitausschuss entscheidet über die Vergabe des Initiativ- und Aktionsfonds in Höhe von insgesamt 45.555 Euro.
Darüber hinaus stehen dem Jugendforum des Landkreises Stendal, welches sich aus Kindern und Jugendlichen der Regionalgruppen in Osterburg, Seehausen, Goldbeck, Tangerhütte und Tangermünde zusammensetzt 10.000 Euro zur eigenständigen Vergabe von Förderungen für Aktionen im Landkreis Stendal zur Verfügung. Die Mitglieder des Jugendforums setzen zudem auch regelmäßig eigene Projekte in den oben genannten Themengebieten um.

