Wasserwehren im Landkreis Stendal stärken Zusammenarbeit
Umweltamt hat zum Netzwerktreffen eingeladen und legt Grundlage für künftigen Austausch.
Am 1. April 2026 fand in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Stendal in Arneburg ein gemeinsames Treffen der Wasserwehren statt. Insgesamt 29 Teilnehmer – darunter Vertreter der kommunalen Wasserwehren sowie des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) – kamen zusammen, um sich zu aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven auszutauschen.
Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt für den strukturierten Aufbau und die stärkere Vernetzung der Wasserwehren im Landkreis. Nach längerer Pause wurde damit erstmals wieder ein gemeinsames Format geschaffen, das künftig regelmäßig stattfinden soll. Die Teilnehmenden verständigten sich darauf, den Austausch ab sofort einmal jährlich fortzuführen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen der aktuelle Stand beim Aufbau kommunaler Wasserwehren sowie Fragen zu Mitgliederentwicklung, technischer Ausstattung und Einsatzplanung. Deutlich wurde, dass die Strukturen im Landkreis unterschiedlich weit entwickelt sind und ein wachsender Bedarf an Abstimmung und Unterstützung besteht.
Ein zentrales Thema war die bessere Übersicht über vorhandene Ressourcen. Diskutiert wurden Möglichkeiten, Bestände an Technik und Ausrüstung transparenter zu erfassen und im Bedarfsfall schneller verfügbar zu machen. Auch die Frage einer einheitlichen Erkennbarkeit der Wasserwehren – etwa durch abgestimmte Bekleidung oder Kennzeichnung – wurde aufgegriffen. Hierzu soll perspektivisch eine gemeinsame Lösung entwickelt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aufgabenverteilung zwischen den beteiligten Akteuren. Dabei ging es insbesondere um die Abgrenzung und Verzahnung von Zuständigkeiten zwischen dem LHW, dem Landkreis und den kommunalen Wasserwehren – etwa bei Ausbildung, Fortbildung und operativer Einsatzunterstützung. Ziel ist es, Doppelstrukturen zu vermeiden und vorhandene Kompetenzen gezielt zu bündeln.
Als drängendste Herausforderung wurde die Mitgliedergewinnung benannt. Viele Wasserwehren stehen vor der Aufgabe, neue ehrenamtliche Kräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
„Die Wasserwehren sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bevölkerungsschutzes. Ihr Engagement vor Ort entscheidet im Ernstfall über Schnelligkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen. Umso wichtiger ist es, dass wir sie bestmöglich unterstützen und stärker vernetzen“, betont Landrat Patrick Puhlmann. „Mit dem heutigen Treffen haben wir dafür eine wichtige Grundlage geschaffen.“
Der Landkreis Stendal begleitet den Aufbau der Wasserwehren aktiv und sieht in der stärkeren Vernetzung einen wichtigen Baustein für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz. Wasserwehren übernehmen insbesondere bei Hochwasserlagen eine zentrale Rolle, etwa bei der Deichsicherung, der Kontrolle von Pegelständen oder der Unterstützung bei Sicherungsmaßnahmen vor Ort.
Im Anschluss an den fachlichen Austausch stellte Stefan Feder, Leiter des Umweltamtes des Landkreises Stendal, die vorhandene Technik im Außenbereich der FTZ vor. Die Veranstaltung klang mit einer offenen Diskussion aus.
Mit dem ersten Treffen ist ein wichtiger Impuls gesetzt: Die Wasserwehren im Landkreis Stendal rücken enger zusammen und schaffen die Grundlage für eine koordinierte und zukunftsfähige Zusammenarbeit.

