„Viel Schießen und Scharmützel... - der 30-jährige Krieg an Havel und Elbe“

Sonderausstellung im Prignitz-Museum am Dom Havelberg wird am 24. Oktober eröffnet.

Vor 400 Jahren hat der Dreißigjährige Krieg die Stadt Havelberg erreicht. Im Januar 1626 wurde die strategisch wichtige Stadt an der Havel zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Sonderausstellung „Viel Schießen und Scharmützel ... – der 30-jährige Krieg an Havel und Elbe“ im Prignitz-Museum am Dom Havelberg widmet sich diesem heute weitgehend vergessenen Kapitel der Regionalgeschichte. Die Ausstellung wird am Samstag, 24. Oktober, um 15 Uhr eröffnet und ist bis zum 4. April 2027 zu sehen.

Die Lage am wichtigen Havelübergang machte Havelberg während des Krieges immer wieder zum Ziel und Aufenthaltsort verschiedener Truppen. Belagerungen und Kämpfe prägten das Geschehen ebenso wie Plünderungen, Zerstörungen und Not. Auch die umliegenden Orte Werben, Sandau und Tangermünde waren eng mit den kriegerischen Auseinandersetzungen entlang von Havel und Elbe verbunden.

Anhand historischer Bilder, eindrucksvoller Objekte aus der Museumssammlung und spannender Geschichten vermittelt die Sonderausstellung einen Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen während dieser unruhigen Zeit. Dabei richtet sie den Blick nicht nur auf militärische Ereignisse, sondern auch auf die Folgen des Krieges für die Bevölkerung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem verheerenden Stadtbrand von 1627, der Havelberg schwer traf. Zwischen Kriegsgeschrei und Flammen, Angst und Hoffnung mussten die Menschen eine der dunkelsten Phasen ihrer Stadtgeschichte bewältigen. Die Ausstellung zeichnet die dramatischen Ereignisse nach und macht deutlich, wie tief der Krieg das Leben in der Region prägte.

400 Jahre nach den ersten Kämpfen in Havelberg lädt das Prignitz-Museum dazu ein, in die Geschichte der Stadt einzutauchen und die Ereignisse an Havel und Elbe neu zu entdecken. Die Sonderausstellung zeigt, wie eng die Vergangenheit der Region mit den großen Konflikten der europäischen Geschichte verbunden ist. Zu sehen ist die Ausstellung dienstags bis sonntags je zwischen 10 und 17 Uhr.