Technischer Zustand und Sachverständigenprüfungen stehen im Fokus
Frank Müller behält bei 57 kreiseigenen Gebäuden den Überblick.
Der Landkreis Stendal kämpft, wie viele Landkreise und Kommunen, mit dem Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte, der infolge der Unterfinanzierung durch Bund und Land bei steigenden Aufgaben entstanden ist. Davon betroffen sind neben Verwaltungsgebäuden und Schulen, an denen nach und nach mit Hochdruck gearbeitet wird, auch kreiseigene Sporthallen. Dafür ist in der Kreisverwaltung vor drei Jahren eine neue Stelle geschaffen worden, welche Frank Müller im Amt für Hochbau und Gebäudemanagement bekleidet.
„Ich kümmere mich ausschließlich um die bauliche und technische Unterhaltung der kreiseigenen Immobilien“, sagt Müller. In den vergangenen drei Jahren hat er mit Unterstützung entsprechender Informationstechnik den Zustand aller Objekte ermittelt und zusammengetragen. „Jetzt sagt mir der Computer, wann bei welchem Gebäude etwa die Brandmelde- oder Lüftungsanlage geprüft werden muss“, erklärt der Techniker weiter. Dann beauftragt Frank Müller entsprechende Sachverständige, die jeweiligen Prüfungen gemäß Rechtsgrundlage vorzunehmen.
Derzeit befinden sich somit alle erforderlichen Sachverständigenprüfungen auf dem aktuellen Stand. Nicht alle konnten positiv abgeschlossen werden und befinden sich nun in der Abarbeitung der Mängel. Die Prüfungen haben, wie im Beispiel der Wischelandhalle in Seehausen, teilweise gravierende Mängel aufgedeckt. Die Ergebnisse aus der Bauzustandsuntersuchung 2024, der Schadstoffuntersuchung 2025 sowie die Auflagen des neuen Brandschutzkonzeptes aus dem Jahr 2024 sind in ein Sanierungskonzept für die Wischelandhalle eingeflossen, welches im Vorjahr auf den Weg gebracht wurde. Dieses wird entsprechend der wirtschaftlichen Gegebenheiten und unter Einhaltung der von den Sachverständigen gesetzten Fristen nach und nach abgearbeitet. Derzeit befindet sich die Finanzierung in Klärung. Die Hansestadt Seehausen und der Landkreis haben jeweils Anträge zur sogenannten „Sportmilliarde“ gestellt und warten auf die Entscheidung des Bundes. Verbindliche Umsetzungspläne können erst nach Klärung der Eigentumsverhältnisse nach Auslaufen des Erbbaurechtsvertrages im Jahr 2031/2032 aufgestellt werden.
Nach diesem Prinzip ist es die Aufgabe von Frank Müller, 34 landkreiseigene Liegenschaften mit 57 Gebäuden im Blick zu behalten. In Zukunft soll er noch Unterstützung bekommen. Jüngst erst ist eine zweite Technikerstelle für das Hochbauamt genehmigt worden und geht zeitnah in die Ausschreibung.

