Schulleiterin Bloch hat den Schlüssel zurück

Sanierung der Sekundarschule „Wladimir Komarow“ ist nach drei Jahren abgeschlossen.

Mit einem Tag der offenen Tür haben Schülerschaft und Mitarbeiter der Sekundarschule „Wladimir Komarow“ in Stendal am Mittwoch ihre neuen Räumlichkeiten gefeiert. Nach drei Jahren Bauzeit und Kosten in Höhe von etwa 3 Millionen Euro hat Christiane Bloch aus den Händen von Matthias Klug und Patrick Puhlmann den Schlüssel zurückerhalten. Schulleiterin, Planer und Landrat würdigten im feierlichen Rahmen die gelungene Arbeit alle Beteiligten und sprachen diesen ihren Dank aus. Im Anschluss daran haben die Schüler ihre Gäste, zu denen auch Bastian Sieler (Oberbürgermeister Hansestadt Stendal) und Steffi Friedebold (Vorsitzende Schul-, Sport- und Kulturausschuss Landkreis Stendal) zählten, auf Rundgängen die neuen Räumlichkeiten vorgestellt. Für die musikalische Einrahmung sorgte das Duo „Sandy&Zigge“. Sofia Mazur führte einen Hip-Hop-Tanz auf und Kainat Nekzad führte durch das Programm.

„Heute wird ein Ort vollständig übergeben, der für viele Menschen eine große Bedeutung hat“, sagte Klug und zählte neben Schülern auch Lehrkräfte, Schulleitung, Mitarbeiter sowie Eltern und den Landkreis Stendal auf. „Eine Schule ist ein Ort, an dem gelernt wird. Aber sie ist auch ein Ort, an dem man Freunde trifft, gemeinsam arbeitet, Fragen stellt, Fehler machen darf und Neues entdeckt. Wer schon einmal eine Sanierung begleitet hat, weiß, dass es oft nicht ganz einfach. Manchmal zeigt es sich erst während der Bauarbeiten, welche Lösungen nötig sind. Umso schöner ist es, dass wir heute hier stehen und sagen können: die Arbeit ist geschafft“, so der Planer weiter.

Besonderes Bauprojekt für den Landrat

Im Anschluss ergriff Puhlmann das Wort. Dabei betonte der Landrat, dass dieses Bauprojekt für ihn ein ganz besonderes sei: „Es ist die erste Baumaßnahme, die in meiner Amtszeit begonnen und auch abgeschlossen wurde. Dabei haben hier alle schon Jahre oder Jahrzehnte zuvor gewartet, dass endlich saniert wird. Als es dann 2022 losgehen sollte, kamen Corona-Krise und Lieferschwierigkeiten noch dazu. An dieser Stelle gilt mein Dank auch dem Kreistag, der hier mitgezogen hat. Es wurde ein Nachtragshaushalt erstellt und dann ging es los. Jetzt sind 830 Kubikmeter Beton verarbeitet, 13,1 Kilometer Kabel sowie 1.425 Meter Rohre verlegt worden, über 6.000 Quadratmeter Tapete wurde an die Wände geklebt und 84 Türen sowie 101 Rauchmelder erneuert.“ Neben warmen Worten und dem Dank an alle Beteiligten hatte Puhlmann für die Schule auch noch ein paar Geschenke im Gepäck: Die Schüler hatten sich ein Tau, Torwandnetze und einen Fußball gewünscht. Als nächstes steht laut Landrat nun der Bau der Helen-Keller-Schule auf der Agenda.

Christiane Bloch blickte auf die Bauzeit zurück und berichtete, unter welchen Bedingungen Unterricht stattfand und wie improvisiert wurde. „Das war nicht immer einfach, aber Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter haben eine bemerkenswerte Geduld und Flexibilität gezeigt. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken“, so die Schulleiterin. Zur Sanierung schätzte sie ein, dass die Verbindung von Bewährtem und Neuem gelungen ist und „darauf können wir stolz sein.“

Bemerkenswert waren die Dankesworte von Aianda Kandi. Ohne Zettel und mit der Wimper zu zucken richtete sie sich an Schüler, Mitarbeiter und Gäste: „Drei Jahre lang fand ein Teil unseres Unterrichtes in Containern statt. Umso mehr wissen wir es jetzt zu schätzen, wieder in richtigen, renovierten Klassenräumen lernen zu können. Die neuen Räume, die moderne Ausstattung und die insgesamt verbesserte Lernumgebung machen unseren Schulalltag deutlich angenehmer. Man merkt, wie viel Arbeit, Planung und Engagement in diesem Projekt stecken. Dafür sind wir sehr dankbar, denn wir lernen jetzt in einer Umgebung, die uns motiviert und in der man sich wohl fühlen kann“, so die Schülersprecherin.

Riedler: „Kinder kommen gerne hierher“

Zum Abschluss sprach Christine Riedler: „Nach der erfolgreichen Sanierung dürfen wir unser geliebtes Schulgebäude wieder in Besitz nehmen. Das ist nun ein noch schöner Ort zum Lernen, Lehren und Leben geworden. Für unsere Kinder ist es nicht nur ein Schulgebäude, sondern es ist nun ein Ort geworden, wie ein zweites Zuhause. Die Kinder kommen gerne hierher und fühlen sich hier wohl und gut aufgehoben“, erklärte die Vertreterin der Elternschaft.

Im Anschluss konnten sich die Besucher von den neuen Räumlichkeiten selbst überzeugen. Besonders betonte Bloch dabei, wie stolz sie auf den Fachunterrichtsraum Chemie sei. Überall hatten Schüler- und Lehrerschaft Informationen oder sogar Experimente zum Mitmachen vorbereitet.