Schlaraffenland im Bücherbus
Mehr als 500 neue Medien für die Fahrbibliothek des Landkreises Stendal.
Pünktlich zum Schulstart ist auch der Bücherbus des Landkreises Stendal wieder unterwegs. Seit 11. August rollt er durch die Region – und hat dabei jede Menge neue Schätze an Bord: Über 500 neue Medien wurden während der Sommermonate angeschafft und in den Bestand der Fahrbibliothek eingearbeitet. Täglich kommen weitere Titel hinzu. Wer den Bücherbus betritt, fühlt sich wie in einer modernen Buchhandlung – mit dem Unterschied, dass das Ausleihen hier nichts kostet. Nahezu alle wichtigen Neuerscheinungen des Bücherjahres 2025 sind vertreten, und das quer durch alle Genres. Auch für Kinder gibt es reichlich neue Bücher zu entdecken.
Der Bücherbus macht regelmäßig Halt an Kindertagesstätten und Grundschulen im gesamten Landkreis. Der aktuelle Tourenplan sowie alle Haltestellen und Zeiten sind im Internet zu finden.
Neu im Bestand ist etwa „Wir sehen uns wieder am Meer“ von Trude Teige. Das ist ein bewegender Roman über Freundschaft und Widerstand: 1944 im besetzten Norwegen begegnet die junge Krankenschwester Birgit der Ukrainerin Nadia, die zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Gemeinsam mit weiteren mutigen Frauen trotzen sie dem Grauen der Zeit – eine Geschichte, die sich bis ins Jahr 2024 fortspinnt.
„Flusslinien“ stammt aus der Feder von Katharina Hagena. Mit 102 Jahren lässt sich Margrit täglich in den Römischen Garten bringen. Von dort blickt sie auf ihr Leben zurück – auf Krieg, Liebschaften und auf Else, die große Liebe ihrer Mutter. Poetisch, melancholisch und voller Erinnerungen.
Spannung am Edersee: Als zwei Angler einen Totenschädel entdecken, kommt eine dunkle Vergangenheit ans Licht. „Totengold“ von Daniel Holbe und Ben Tomasson ist ein packender Krimi rund um alte Gräber, neue Leichen und ein gefährliches Spiel mit Nazigold im Darknet.
In „Spy Coast – Die Spionin“ von Tess Gerritsen geht es um Maggie Bird. Sie lebt ein ruhiges Leben in Maine – bis eine tote Frau in ihrer Einfahrt liegt. Schnell wird klar: Ihre Vergangenheit als Spionin hat sie eingeholt. Mit trockenem Humor und einem Hauch Martini-Charme beginnt eine packende Ermittlung.
Warum gibt es mitten im Dörfchen Elend eigentlich eine Grenze? Und was passiert, wenn eine Kuh genau dort ihr Kälbchen bekommt – mit einem Vater vom „anderen“ Dorfteil? Antworten liefert „Frieda, Nikki und die Grenzkuh“ von Uticha Marmon. Eine warmherzige Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Zusammenhalt für Kinder ab acht Jahren.
Der Bücherbus ist nicht nur ein rollendes Bücherparadies, sondern auch ein wichtiger Kulturträger für die Region. Reinschauen lohnt sich – für große und kleine Leseratten gleichermaßen.

