Rückblick auf den ersten digitalen Girls'day / Boys'day

Viele Praktikumsmöglichkeiten sind weggefallen. Die Schulen können die jungen Menschen nur wenig bei der Berufsorientierung unterstützen. Unterstützungsangebote im Freizeitbereich gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.

Das Projekt „Meine Zukunft! – Jugend und Beruf im Landkreis Stendal“ bietet verschiedene Angebote zum Beispiel in Jugendclubs. Die Neun- bis Vierzehnjährigen werden dabei unterstützt, ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erkennen, zu fördern sowie ihre „Berufung“ zu finden. Warum sich das Projekt gerade auf diese Altersgruppe fokussiert und was es damit auf sich hat, weiß Jennifer Beder zu berichten: „Es braucht einige Kompetenzen, um eine Berufswahl treffen zu können. Diese werden genau in dieser Alterspanne geprägt“, so Beder. „Jeder lernt am besten mit Neugier und Spaß, daher werden innerhalb des Projekts stets vielfältige Angebote, wie zum digitalen Boys‘ Day und Girls‘ Day, umgesetzt. Die Bandbreite reicht von Besuchen in regionalen Betrieben bis hin zu Kleinprojekten rund um das Thema Social Media.“ Junge Menschen, aber auch Betriebe, können jederzeit kostenlos bei dem Projekt mitmachen und den Inhalt sowie die Angebote mitgestalten.

Zum diesjährigen Girls- and Boys Day gab es eine besondere Aktion. Videos im Instagram-Story-Selfie Format wurden erstellt. Darin richteten junge Menschen im relevanten Alter Fragen an potenzielle Ausbildungsbetriebe. Die Mitarbeitenden und Azubis der Betriebe erstellten ihrerseits Videos, antworteten auf die Fragen und gaben einen Einblick in den jeweiligen Betrieb und die dortige Ausbildung. 

Dabei konnten Mädchen ihre Fragen zu typischen Männerberufen loswerden. „Muss man sich bei der Waldarbeit in gefährliche Situationen begeben? Gibt es geregelte Arbeitszeiten in der Forstwirtschaft? Und was wird für den Klimaschutz getan?“

Aber auch die Jungen konnten ihre Fragen an Unternehmen im Sozialwesen, Handel oder anderen Bereichen stellen, die gemeinhin als untypisch für Männer gelten. „Was macht man eigentlich als Verkäufer? Wie sind die Arbeitszeiten?“ Diese und viele andere Fragen konnten von regionalen Ausbildungsbetrieben beantwortet werden.

Organisiert wurde das Projekt von den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Stendal und der Agentur für Arbeit Stendal, der Projektverantwortlichen des Projektes Meine Zukunft – Jugend und Beruf im LK Stendal und der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Stendal.

Landrat Patrick Puhlmann unterstützt die Initiative GDBD-Digital und dankt “den kreativen jungen Menschen und den engagierten Unternehmen für ihre Bereitschaft, sich in diesem Jahr auf ein neues Format einzulassen. Gemeinsam setzen wir damit ein wichtiges Zeichen für spannende Perspektiven für junge Menschen in unserer Region. Ich wünsche allen Jugendlichen viel Erfolg bei ihren Praktika und der Berufswahl sowie einen guten Start in die Ausbildung bzw. ins Studium. Und allen Betrieben wünsche ich engagierte und neugierige Nachwuchskräfte.“

 

Die im Projekt entstandenen Videos können sich Interessierte auf Facebook oder YouTube ansehen.

Weitere Informationen zum Projekt „Meine Zukunft! – Jugend und Beruf im Landkreis Stendal“ gibt es auf der Website https://meine-zukunft.landkreis-stendal.de.

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