Rettungskräfte üben erfolgreich auf der Bundesautobahn 14
Szenario stellt einen Massenanfall von Verletzten dar.
Mit der Bundesautobahn (BAB) 14 wächst eine zunehmende Gefahrenquelle im Landkreis Stendal stetig voran. Damit im Notfall die Abläufe der Rettungskräfte eingespielt sind, werden regelmäßig Übungen durchgeführt – so auch im Vorfeld von Verkehrsfreigaben neuer Autobahnabschnitte. Dies war bereits im Jahr 2023 der Fall, als die Strecke von Lüderitz in den Landkreis Börde freigegeben wurde. Am Freitagabend folgte eine weitere Übung auf dem Abschnitt zwischen Stendal-Süd und Lüderitz. Simuliert wurde ein Massenanfall von Verletzten.
Immer wieder kommt es auf Autobahnen zu Auffahrunfällen. Ein solcher bildete die Basis für die Übung auf dem neuen Autobahnabschnitt. Simuliert wurde auf der Fahrtrichtung nach Magdeburg, dass zwei Fahrzeuge betroffen sind und es sechs verletzte Personen gibt. Nach weiteren fiktiven Anrufen stellte sich heraus, dass auch ein Bus mit über 20 Personen in den Unfall verwickelt war. Daraufhin wurde ein Massenanfall an Verletzten festgestellt und neben den Freiwilligen Feuerwehren der Hansestadt Stendal sowie der Einheitsgemeinde Tangerhütte und dem Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auch der sogenannte Fachdienst Sanität alarmiert. Das Polizeirevier Stendal hat den Unfallabschnitt abgesichert. Zudem war auch der Fachdienst Betreuung der Johanniter Unfall-Hilfe involviert.
„Die Zusammenarbeit aller Einheiten hat gut funktioniert“, zog René Tangelmann ein positives Fazit. „Für alle Beteiligten war das eine gute Möglichkeit, die Gegebenheiten vor Ort kennenzulernen und Abläufe wiederkehrend zu üben“, so der Übungsleiter weiter. Tangelmann hatte die Übung direkt im Anschluss im Gerätehaus der Ortswehr Insel mit allen Einsatzkräften ausgewertet. Diese Situation nutzte auch Patrick Puhlmann, der zusammen mit Stendals Oberbürgermeister Bastian Sieler die Übung verfolgte, um den Einsatzkräften seinen Dank auszusprechen. „Sie erbringen sieben Tage pro Woche, 24 Stunden am Tag Leistungen zum Wohle der Allgemeinheit, sind auch nachts und am Wochenende stets in Alarmbereitschaft“, so der Landrat.
Etwa 200 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Katastrophenschutzes des Landkreises Stendal waren an der Übung beteiligt. Der Betrieb der Integrierten Rettungsleitstelle Altmark sowie des allgemeinen Rettungsdienstes waren nicht beeinträchtigt.
Bevor am Montag, 29. Juni, um 15 Uhr die feierlicher Verkehrsfreigabe der BAB 14 für den Abschnitt zwischen Lüderitz und Stendal-Süd erfolgt, haben Interessierte nach Angaben der Autobahn-Gesellschaft die Möglichkeit, diesen am Sonntag, 28. Juni, fußläufig oder mit dem Fahrrad kennenzulernen.

