Puhlmann: „Migration kann wichtigen Beitrag leisten“

Fachtag „Finden und Binden ausländischer Fachkräfte“ im Stendaler Landratsamt ist gut besucht.

Rund 50 regionale Unternehmen und Netzwerkpartner haben kürzlich unter dem Motto „Finden und Binden ausländischer Fachkräfte“ im Stendaler Landratsamt die Möglichkeit genutzt, um sich über Möglichkeiten der Gewinnung und nachhaltigen Integration ausländischer Fachkräfte auszutauschen. Das Netzwerk Willkommenskultur und Fachkräftegewinnung hatte diesen Fachtag zusammen mit WelcomeCenter Sachsen-Anhalt und dem Landkreis Stendal organisiert.

„Migration kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Folgen des demografischen Wandels im ländlichen Raum abzuschwächen“, betonte Patrick Puhlmann in seiner Begrüßung. Daraufhin übergab der Landrat das Wort an Mathias Schönenberger von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, der durch das Programm führte.

Im ersten Fachvortrag stellt Dr. Per Kropp vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aktuelle Daten zur Fachkräftesituation im Landkreis Stendal und in der Region vor. Er zeigte unter anderem auf, dass das Beschäftigungswachstum in Sachsen-Anhalt bereits heute in erheblichem Maß von Zugewanderten getragen wird.

Im Anschluss folgte ein Interview mit Ingo Buchali, der als Mitarbeiter der Ausländerbehörde im Landkreis Stendal eine Schnittstellen- und Lotsenfunktion zwischen Unternehmen und Zuwandernden übernimmt. Dabei wurde insbesondere die gute Erreichbarkeit der Ausländerbehörde für Unternehmen bei entsprechenden Anliegen hervorgehoben.

In einem weiteren Unternehmensgespräch berichtete Annett Oelicker vom Autohaus Heinricht Rosier über die Erfahrungen des Unternehmens mit der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte. Sie betonte dabei insbesondere die Bedeutung des Spracherwerbs für eine langfristige Integration. Diese Einschätzung wurde anschließend auch von Burghard Bannier vom Viethoga-Projekt unterstrichen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Fachkräfte gezielt im Ausland gewonnen und rekrutiert werden können.

Im zweiten Teil erhielten die Teilnehmer Gelegenheit zum offenen Austausch. Auf dem Markt der Möglichkeiten zu den Themen Rekrutierung, Sprache, Qualifizierung und Willkommenskultur kamen Unternehmen mit Fachleuten aus Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Behörden sowie anderen Unternehmen ins Gespräch. Dabei standen praxisnahe Erfahrungen und konkrete Unterstützungsangebote im Vordergrund.