Pflege mit Herz wird großgeschrieben

Sommertour: Auf eine Stippvisite im Johanniterhaus Lutherstift Stendal.

Das Johanniterhaus Lutherstift in Stendal verbindet moderne Pflege mit einer wohnlichen Atmosphäre und einem vielfältigen Betreuungsangebot. Davon hat sich Patrick Puhlmann kürzlich selbst überzeugt. Im Rahmen seiner Sommertour hat der Landrat, begleitet von Oberbürgermeister Bastian Sieler, die Einrichtung der Johanniter Seniorenhäuser im Zentrum der Hansestadt besucht.

„Das Pflegeheim verteilt sich auf zwei miteinander verbundene Häuser am Uppstall und im Sidenbüdel. Seit der Eröffnung im Jahr 1999 bietet die stationäre Altenpflegeeinrichtung alten und pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause, das Sicherheit, Selbstbestimmung und Gemeinschaft miteinander vereinen soll“, erklärte Andreas Krüger. Zusammen mit Pflegedienstleiterin Alexandra Karg hat der Einrichtungsleiter seine Gäste durch die Wohnbereiche geführt. Dabei wurde etwa auch eine spezielle Badewanne vorgestellt.

Insgesamt stehen 120 vollstationäre Pflegeplätze für Menschen der Pflegegrade zwei bis fünf zur Verfügung. Hinzu kommen zehn altersgerechte Wohnungen mit Serviceleistungen sowie Angebote der Kurzzeitpflege, die beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt oder zur Entlastung pflegender Angehöriger genutzt werden können. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Bad, einer Notrufanlage sowie Telefon- und TV-Anschluss ausgestattet und können individuell eingerichtet werden.

Großen Wert legt das Johanniterhaus auf die Förderung der Lebensqualität seiner Bewohner. Weitläufige Gartenanlagen, Terrassen und Aufenthaltsräume laden zum Verweilen ein. „Darüber hinaus sorgen zahlreiche Freizeit- und Beschäftigungsangebote für Abwechslung im Alltag“, erklärte Krüger. „Spezielle Betreuungsangebote richten sich auch an Menschen mit Demenzerkrankungen und orientieren sich an deren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen“, ergänzte Karg.

Insgesamt 105 Mitarbeiter aus Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Verwaltung und Haustechnik kümmern sich um das Wohl der Bewohner. „auch weil wir unsere Pflegefachkräfte selbst ausbilden und anschließend einstellen“, berichtete Andreas Krüger, während in der Pflege ansonsten Personalmangel auf der Tagesordnung steht. Regelmäßige Fortbildungen und ein Pflegekonzept, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie „christlichen Werten wie Zuwendung, Respekt und Nächstenliebe basiert, bilden die Grundlage der täglichen Arbeit“, so Krüger.

Auch Angehörige werden aktiv in das Leben des Hauses einbezogen. Sie sind zu vielen Veranstaltungen eingeladen und erhalten Unterstützung bei organisatorischen Fragen, etwa auch wenn es um die Finanzierung geht. Hier diskutierten Puhlmann und Krüger über die anstehenden Veränderungen und den Herausforderungen für Patienten und Angehörige, möglicherweise schon bald mehr Eigenanteil leisten zu müssen. Ergänzt wird das Angebot durch ehrenamtliches Engagement sowie ein Kuratorium, das unter anderem seelsorgerische Angebote und die Vernetzung mit Kirche und Stadtgesellschaft begleitet.

„Das Johanniterhaus Lutherstift ist nicht nur aufgrund seiner Lage besonders, sondern auch aufgrund der Kombination aus historischem und neugebautem Gebäudebestand“, zog der Landrat ein positives Fazit zu seinem Besuch. „Es freut mich, dass es keine personellen Sorgen gibt und die Bewohner durch alle Bereiche hinweg gut versorgt sind. Da wir eine wachsende Zahl von Menschen haben, die pflegebedürftig sind, brauchen wir genau solche Einrichtungen, welche sie qualifiziert versorgen können“, so Puhlmann abschließend.