Osterburger Jugendkonferenz

Am 21. März fand in der Hansestadt Osterburg erstmals eine Jugendkonferenz unter dem Titel „Jugend-Zukunfts-Treffen“ statt. Organisiert wurde die Konferenz durch die Kinder- und Jugendbeauftragte Marie Weitz. Eingeladen waren junge Menschen aus Osterburg und den Ortsteilen, um ihre Ideen, Wünsche und Perspektiven für die Zukunft ihrer Heimat einzubringen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen verschiedene Workshops, in denen sich die Jugendlichen intensiv mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen konnten. Auch das Örtliche Teilhabemanagement im Landkreis Stendal beteiligte sich mit einem Workshop zum Thema Barrierefreiheit.

Zum Einstieg näherten sich die Teilnehmenden den Themen Barrierefreiheit und Inklusion über ein Quiz. Dabei zeigte sich, dass viele Jugendliche bereits Berührungspunkte mit der Thematik haben, etwa durch Familienangehörige mit Behinderungen oder entsprechende Schulprojekte. Im anschließenden Praxisteil wurde die Stadt Osterburg aus einer neuen Perspektive erkundet: Ausgestattet mit einem Rollstuhl, Over-Ear-Kopfhörern sowie Simulationsbrillen, die verschiedene Augenerkrankungen nachstellen, machten sich die Jugendlichen auf den Weg in Richtung Skatepark. Bereits unterwegs identifizierten sie Barrieren im öffentlichen Raum, darunter fehlende Bordsteinabsenkungen, unebenes Kopfsteinpflaster und nicht vorhandene Leitstreifen. Am Skatepark selbst konnten die Teilnehmenden praktische Erfahrungen sammeln und mit dem Rollstuhl kleine Rampen befahren. Zum Abschluss gab es eine kurze Auswertungsrunde des Erlebten.

Hintergrund des Workshops ist die geplante Errichtung eines neuen Freizeitareals in Osterburg. Dabei spielt die Berücksichtigung von Barrierefreiheit eine zentrale Rolle. Da die Jugendlichen aktiv in die Planungen einbezogen werden, ist ihre frühzeitige Sensibilisierung für inklusive Gestaltung von besonderer Bedeutung.