Mit heißem Draht, Schiefer hauen und Stein auf Stein mauern
Ausbildungs- und Praktikumsbörse feiert Premiere auf dem Parkplatz „Wüste Worth“ in Stendal.
Der Parkplatz „Wüste Worth“ im Zentrum der Hansestadt Stendal hat sich am Mittwoch zum ersten Mal in ein Messegelände für Schüler verwandelt. Auf Einladung des Landkreises Stendal präsentierten sich insgesamt 50 Unternehmen und Institutionen auf der Ausbildungs- und Praktikumsbörse – und das zum siebten Mal „Open-Air“. Die äußeren Bedingungen dazu waren ideal, was insgesamt 600 Schüler ab der siebten Klasse von Stendaler Privat-, Sekundar- und Förderschulen, den Gymnasien sowie der Sekundarschule Bismark anlockte.
Schon beim Betreten des Geländes fielen zwei Aussteller besonders auf: Der Landwirtschaftsbetrieb Behrens aus Käthen präsentierte sich mit einem großen Traktor und die Kreisstraßenmeisterei hatte am Stand des Landkreises Stendal einen LKW geparkt. Dazu konnten die Jugendlichen am virtuellen Karussell drehen. Die Kreisverwaltung hatte einen klassischen Verwaltungsarbeitsplatz im Zeichen der digitalen Welt mitgebracht und so all ihre Aufgaben vorgestellt. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Teilhabebarrieren abzubauen, in dem die Mädchen und Jungen einen kleinen Parcours blind absolvieren konnten, um sich einmal in die Lage sehbehinderter Menschen zu versetzen.
Mobile Jugendberufsagentur stellt sich vor
Im weiten Rund waren die Branchen unter den 50 Institutionen und Unternehmen ansonsten bunt gemischt – von Kommunen über Polizei, sozialen Einrichtungen bis hin zum Handwerk. Gleich an mehreren Ständen konnten Schüler sich mit Schiefer oder anderen Werkstoffen ausprobieren. Etwa bestand die Möglichkeit, selbst einmal Stein auf Stein zu mauern. Eine ruhige Hand galt es bei einem Elektrobetrieb am heißen Draht unter Beweis zu stellen.
Präsentiert hatte sich auch die mobile Jugendberufsagentur, eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des Landkreises Stendal. Ebenso informierte die gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation AFS über Möglichkeiten einen Austauschjahres in verschiedenen Ländern dieser Welt.
Für eine kleine Stärkung sorgte das Wirtschaftsförderungs- und Gründerzentrum BIC Altmark. So gab es für Aussteller und Schüler Würstchen sowie Getränke. Katja Bricke und ihr Team, welches erstmals an der Ausbildungs- und Praktikumsbörse des Landkreises Stendal mitgewirkt hat, organisierte dazu auch den Einblick in Unternehmen in der Innenstadt. An diesem Pilotprojekt nahmen zunächst das Kaufhaus Ramelow, das Modefachhaus Tonke sowie das Theater der Altmark (TdA) teil.
Die siebte Auflage „Open-Air“ hat in Summe einmal mehr bewiesen, dass dieses Format der Ausbildungs- und Praktikumsbörsen angenommen wird. Zur nächsten Ausbildungs- und Praktikumsbörse lädt der Landkreis Stendal im Herbst Mädchen und Jungen der weiterführenden Schulen aus Tangermünde, Havelberg und Tangerhütte in die Kaiserstadt an der Elbe ein.

