Landkreis weißt auf Hitze-Warnung und Waldbrandgefahrenstufe 5 hin

Wetterlage erfordert hohes Maß an Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstag eine amtliche Warnung vor Hitze (Stufe 1) für den Landkreis Stendal veröffentlicht. Diese gilt derzeit bis Freitag, 26. Juni. Demnach wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Darüber hinaus ist eine Warnung vor extremer Wärmebelastung (Stufe 2) wahrscheinlich. Weiterhin gilt ab Freitag, 26. Juni, im Landkreis Stendal die Waldbrandgefahrenstufe 5. Aus diesem Grund weist der Landkreis Stendal ausdrücklich auf beide Warnungen hin.

Hitze-Warnung

Hitze kann gerade bei älteren und pflegebedürftigen Menschen zu einer ausgeprägten körperlichen Belastung führen. Sollten sich bei Personen ungewöhnliche Gesundheitsprobleme wie zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Erbrechen einstellen, sollte ein Arzt kontaktiert werden.

Aufpassen sollten auch Sporttreibende: Egal ob im Freien oder in der Halle betrieben - sie zählen laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den vulnerablen Gruppen für klimabedingte Gesundheitsrisiken. Zu den direkten Auswirkungen zählen Hitzerisiken, Risiken durch Extremwetterereignisse sowie die UV-Strahlung. Als indirekte Auswirkungen spielen Atemwegsrisiken (durch Ozon, Feinstaub und Pollen), Infektions- und Vergiftungsrisiken, etwa durch Zecken und Stechmücken sowie durch wasserbezogene Infektionen sowie mentale Risiken im Sport eine Rolle. Nähere Informationen bietet der Deutsche Olympische Sportbund im Internet.

Eine Warnung vor einer starken Wärmebelastung wird dann herausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bei etwa 32 Grad Celsius oder darüber liegt. Im Fall einer Warnung wird dieser Schwellenwert an mindestens zwei Tagen in Folge überschritten. Als weiteres Kriterium einer Warnung wird die nächtliche Abkühlung herangezogen. Bleibt die Nacht zu warm, verschlechtert sich die Schlafqualität. Durch diese zusätzliche Belastung wird die Hitze tagsüber schlechter verkraftet.

Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt bei Hitze besonders, ausreichend zu trinken, direkte Sonne und körperlich anstrengende Aktivitäten zu verhindern (etwa Sport) und die Wohnung möglichst kühl zu halten.

Aktuelle Informationen zur Entwicklung in den kommenden Tagen bietet der Deutsche Wetterdienst online.

Waldbrandgefahrenstufe 5

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen gilt ab Freitag, 26. Juni, die Waldbrandgefahrenstufe 5 – die höchste Gefahrenstufe. Damit ist die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden so hoch wie selten. Bereits ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel, Funkenflug oder heiße Fahrzeugteile können ausreichen, um einen Brand auszulösen.

Der Landkreis Stendal appelliert daher an alle Bürger, sich besonders umsichtig zu verhalten und die geltenden Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten. Offenes Feuer ist im Wald und in Waldnähe verboten. Auch das Rauchen im Wald ist untersagt. Grillen sollte ausschließlich an ausdrücklich freigegebenen Plätzen erfolgen. Sind diese aufgrund der aktuellen Lage gesperrt, darf dort ebenfalls nicht gegrillt werden.

Besondere Vorsicht ist auch beim Parken geboten. Fahrzeuge dürfen nicht auf trockenem Gras oder anderer leicht entzündlicher Vegetation abgestellt werden, da heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren Brände verursachen können. Ebenso müssen Waldwege und Zufahrten jederzeit frei bleiben, damit Feuerwehr und Rettungsdienste im Ernstfall schnell zum Einsatzort gelangen können.

Wer Rauch oder einen Brand entdeckt, sollte unverzüglich den Notruf 112 wählen und den Standort so genau wie möglich beschreiben. Durch eine frühzeitige Alarmierung können Einsatzkräfte Brände häufig bereits in der Entstehungsphase bekämpfen und größere Schäden verhindern.

Die aktuelle Wetterlage erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein. Jeder kann durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen, Waldbrände zu verhindern und die Natur sowie Menschen und Tiere zu schützen.