Heldt möchte Tourismus weiterentwickeln

Sommertour: Patrick Puhlmann besucht Campinginsel Havelberg.

Campingplätze am Wasser gibt es viele. Campingplätze auf einer Insel hingegen sind sie in Deutschland außerhalb der Nord- und Ostsee eine Seltenheit – und in Sachsen-Anhalt sogar eine Besonderheit. Mitten zwischen den Armen der Havel, nur wenige Schritte von der historischen Altstadt entfernt, liegt die Campinginsel Havelberg auf der sogenannten Spülinsel. Wie diese Einzigartigkeit von den Besuchern angenommen wird, hat Patrick Puhlmann kürzlich von Sebastian Heldt erfahren. Den Betreiber der Havelberger Insel Touristik hat der Landrat im Rahmen seiner Sommertour besucht.

Wer auf der Campinginsel Havelberg sein Zelt aufschlägt oder den Wohnwagen abstellt, verbringt seinen Urlaub tatsächlich auf einer Flussinsel – umgeben von Wasser, Natur und zugleich in unmittelbarer Nähe zu einer der schönsten Hansestädte der Altmark. Damit nimmt der Platz eine Ausnahmestellung ein: Nach heutigem Stand ist er der einzige Campingplatz Sachsen-Anhalts, der sich auf einer echten Insel befindet. „Wir haben insgesamt 120 Stellplätze für Wohnmobile und -wagen sowie eine Wiese für Zelte“, berichtete Heldt. Seine Eltern haben den Familienbetrieb im Jahr 2000 gegründet, 2014 hat er die Leitung übernommen. „Wir haben damals bei null angefangen. Mittlerweile haben wir auch wieder Dauercamper“, so Heldt weiter.

Diese schätzen besonders die Ruhe, die es auf der Campinginsel gibt. Inmitten der Natur und umgeben von der Havel ist dies der ideale Ort, um dem stressigen Alltag zu entfliehen, machte der Inhaber, der den Betrieb mit sechs Angestellten in Voll- und Teilzeit führt, auf einem Rundgang deutlich. „Wer eine Basis für Fahrradausflüge entlang von Elbe und Havel sucht und die Natur erleben möchte, ist bei uns genau richtig“, schwärmte Heldt, der auch erwähnte, dass Angler hier auf ihre Kosten kämen.

Besonders im Mai und Juni sowie rund um den Havelberger Pferdemarkt ist die Campinginsel gut ausgelastet. Hier stellte Heldt dem Landrat auch seine Pläne vor, wie er seine Angebote erweitern möchte und erklärte, dass dies nicht immer so einfach sei. Der Rundgang führte Campingplatz-Eigentürmer und Puhlmann auch zum Hafen. „Wir vermieten auch Boote“, sagte Heldt, als gerade eine Familie mit einem Tretboot vom neu errichteten Steh ablegte.

Schritt für Schritt wird auf der Campinginsel modernisiert, so Heldt. Etwa sei ein Teil der sanitären Einrichtungen bereits erneuert. Dabei wird auf Duschmarken, wie sonst üblich, verzichtet. „Das unterscheidet uns von anderen Plätzen“, sagte der Geschäftsführer. Solche Maßnahmen seien natürlich immer nur nach entsprechenden wirtschaftlichen Gegebenheiten möglich. „In den letzten Jahren hatten wir stets fünf bis zehn Prozent Wachstum“, unterstrich Sebastian Heldt den Stellenwert seines Campingplatzes auch für den Tourismus in der Hansestadt. Diesen möchte er in Zukunft auch gemeinsam mit der Stadtverwaltung weiterentwickeln. Dafür erhielt er Zuspruch von Patrick Puhlmann. Der Landrat zeigte sich erfreut, dass der naturverbundene Campingplatz von Reisenden aus ganz Deutschland angenommen wird.