Gemeinsam feiern, erleben und entdecken
Helen-Keller-Förderschule organisiert Sommerfest mit inklusiven Angeboten.
Kurz vor den Sommerferien hat sich das Außengelände der Helen-Keller-Förderschule kürzlich in einen lebendigen Erlebnisparcours verwandelt: Beim traditionellen Sommerfest konnten rund 140 Schülerinnen und Schüler zahlreiche Mitmachangebote entdecken, ausprobieren und gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag verbringen.
„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Neugier und Offenheit die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Stationen ausprobieren“, sagte Vanessa Böttcher vom Landkreis Stendal. „Gerade solche Angebote schaffen Begegnungen und fördern das Verständnis füreinander auf ganz natürliche Weise“, macht Kollegin Johanna Michelis deutlich. Beide bilden das Örtliche Teilhabemanagement (ÖTHM), welches das Sommerfest schon zum zweiten Mal unterstützte.
Nach der offiziellen Begrüßung machten sich die Kinder und Jugendlichen mit ihren Stempelkarten auf den Weg zu mehr als zehn verschiedenen Stationen. Für jede absolvierte Aktion gab es einen Stempel, der dazu motivierte, möglichst viele Angebote kennenzulernen.
An der Mitmachstation von Annemarie Kock (EUTB) stand gemeinsames Musizieren im Mittelpunkt. In kleinen Gruppen sangen die Schülerinnen und Schüler zusammen und wurden dabei auf dem Keyboard begleitet.
Großer Andrang am Glücksrad
Großen Andrang verzeichnete das Glücksrad des Kompetenzzentrums Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt. Die Kinder wurden dabei spielerisch zu verschiedenen Stationen geführt und konnten unter anderem ihren Namen in Brailleschrift legen. Kreativ ging es am Stand der Stendaler Kinder- und Jugendinteressenvertretung zu: Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendbeauftragten aus Osterburg entstanden Bilder und Buttons rund um das Thema Kinderrechte.
Sportlich wurde es auf dem Boccia-Feld von Special Olympics Sachsen-Anhalt. Für eine erfrischende Pause sorgte der Verein Lebendige Steine, der neben Informationen zum „MACHER-Projekt“ auch eine Slush-Maschine mitgebracht hatte. Die Kreisverwaltung lud die Schülerinnen und Schüler dazu ein, unterschiedliche Alltagssituationen aus der Perspektive von Menschen mit Sehbehinderung kennenzulernen. Beim Blindenparcours oder Jenga mit Simulationsbrillen standen Sensibilisierung und Perspektivwechsel im Mittelpunkt.
Auch das Sanitätshaus Strehlow beteiligte sich am Sommerfest und ermöglichte es den Kindern und Jugendlichen, verschiedene Rollstühle auszuprobieren und erste Erfahrungen im Umgang mit ihnen zu sammeln. Das Sommerfest bot damit nicht nur Spiel, Spaß und Bewegung, sondern förderte zugleich Inklusion und bildete einen gelungenen Abschluss des Schuljahres für alle Beteiligten.

