Elbresidenz verbindet Pflege, Gemeinschaft und Natur
Sommertour: Landrat lernt Senioreneinrichtung in Arneburg kennen.
Wer im Alter auf Unterstützung angewiesen ist, wünscht sich vor allem eines: ein Zuhause, das Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität bietet. Genau diesen Anspruch verfolgt die Pro Seniore Elbresidenz Arneburg, wie Patrick Puhlmann am Mittwoch erfahren hat. Gemeinsam mit René Schernikau (Bürgermeister Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck) hat er die Einrichtung im Rahmen seiner Sommertour besucht und ist mit Anke Grothe ins Gespräch gekommen. Darin berichtete die kommissarische Leiterin, dass die Einrichtung sich gerade im Wandel der Zeit befindet.
Am Rande der historischen Elbestadt in unmittelbarer Nähe zu den Elbauen gelegen, verbindet die Elbresidenz eine ruhige, naturnahe Umgebung mit einer guten Anbindung an das Stadtleben. Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten und weitere Einrichtungen des täglichen Bedarfs sind für die bis zu 80 Bewohner bequem zu Fuß erreichbar. Alle Einzel- und Doppelzimmer sind seniorengerecht ausgestattet. Persönliche Möbel und Erinnerungsstücke können laut Grothe mitgebracht werden, sodass Bewohner ihre Umgebung individuell gestalten können. Davon konnten sich Puhlmann und Schernikau auf einem Rundgang selbst einen Eindruck verschaffen.
Ganzheitliche Betreuung steht im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt steht für Anke Grothe und ihr Team eine ganzheitliche Betreuung. Das Pflegekonzept orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen der Bewohner und fördert deren Selbstständigkeit so weit wie möglich. Ergänzt wird das Angebot durch therapeutische Maßnahmen wie Ergo- und Physiotherapie, Logopädie sowie spezielle Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz.
Derzeit befindet sich die Einrichtung aber auch im „Wandel der Zeit“, wie Grothe erklärte. Es gab kürzlich altersbedingt einen Wechsel in der Pflegedienstleitung, was natürlich neue Ideen mit sich bringt. „Für uns ist wichtig: Es ist das Haus der Bewohner, in erster Linie müssen sie sich wohlfühlen“, so die Leiterin.
Ebenso wichtig wie die pflegerische Versorgung ist das gemeinschaftliche Leben. Regelmäßige Kreativ- und Bewegungsangebote und Beschäftigungstherapien sorgen für Abwechslung und fördern soziale Kontakte. Die Gartenanlage, ein windgeschützter Innenhof, Aufenthaltsräume sowie ein Gymnastikraum schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Begegnung und Aktivität. Auch ein Friseursalon gehört zur Ausstattung der Residenz. Zudem stellte Grothe in Aussicht, dass künftig noch mehr Programm angeboten werden soll, etwa in Form von Veranstaltungen: „Wir wollen uns auch stärker mit Vereinen und Imitativen in der Gemeinde vernetzen.“
Puhlmann stellt Planung zum vollflexiblen Rufbus vor
Besonders freut sich die kommissarische Einrichtungsleiterin darüber, dass der Heimbeirat sehr aktiv ist. „Neue Bewohner werden durch Mitbewohner begrüßt und kurz eingeführt“, erklärte Grothe. Damit entstehe gleich eine schnellere Bindung und die Senioren haben es einfacher, in der Elbresidenz anzukommen.
Personell sieht Anke Grothe die Elbresidenz derzeit gut aufgestellt, hat aber auch mit den Herausforderungen dieser Zeit zu kämpfen. Besonders in den Ferien, wenn die Busse nicht so häufig fahren, haben gerade Auszubildende Schwierigkeiten, nach Arneburg zu kommen. Dazu unterstrich Schernikau, dass die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck den „Tango“, also den vollflexiblen Rufbus, braucht. Der Landrat stellte daraufhin die derzeitigen Planungsschritte vor, die im Juni auch durch den Kreistag gegangen waren. So ist es geplant, zunächst die Region östlich der Elbe mit dem vollflexiblem Rufbus zu erschließen und im Anschluss daran die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck.
Thematisiert wurde auch die sich verändernde Finanzierung von Plätzen in der Pflege. Immer mehr Bewohner, so Grothe, seien auf Sozialhilfe angewiesen. In diesem Zusammenhang lobte die Einrichtungsleiterin die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Stendal, da die Bearbeitungszeiten weitaus kürzer ausfallen, als sie es aus Magdeburg kennt, wo Pro Seniore eine weitere Senioreneinrichtung betreibt. Das freute natürlich den Landrat. Patrick Puhlmann zeigt sich aber auch erfreut darüber, dass der Umbruch durch veränderte Personalien gelingt und es kein Mangel an Fachkräften gibt.

