Ein Spezialist im Leitungs- und Netzbau

Sommertour: Landrat besichtigt Omexom-Baustelle in Schollene.

Wenn nach einem Unwetter, etwa dem Sturm Ende Juni zwischen Seehausen und Fischbeck im Landkreis Stendal, bei Betreibern von Stromnetzen die Telefone aufgrund von Störungen nicht mehr Stillstehen, sind sie besonders gefordert: Spezialisten für den Leitungs- und Netzbau. Zu denen zählt auch Omexom Bauservice Nord mit Sitz in Boock. Bei der letzten „Jobmesse – dem Rückkehrertag im Landkreis Stendal“ am 27. Dezember hatte sich Patrick Puhlmann mit dem Unternehmen für einen Besuch bei der Sommertour verabredet, kürzlich war es nun soweit.

Allerdings führte der Weg des Landrates nicht in die Altmärkische Höhe, sondern nach Schollene. Im Auftrag des Netzbetreibers Avacon modernisiert Omexom das örtliche Stromnetz. „Darin involviert ist nicht nur das Team aus Boock, sondern auch aus Genthin“, berichtet Henning Scherping. Der Gebietsleiter stellte dem Landrat zunächst den Konzern, der 4.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt, vor. Omexom gehört zu Vinci Energies und arbeitet täglich für eine sichere Energiesversorgung und treibt die Energiewende voran.

Für Avacon sei Omexom als Partner unverzichtbar. Laut Guido Zapf gäbe es zwar in der Region zahlreiche Tiefbauer, nicht aber sind diese spezialisiert auf Leitungs- und Netzbau für Strom, Gas oder andere Produkte. „Zudem gibt es kaum mehr Betriebe, die einen Bereitschaftsdienst vorhalten könnten“, ergänzte Carsten Birkholz von der Avacon. Genau das leistet aber Omexom – und das von Geestgottberg bis nach Zerbst.

Scherping nahm den Landrat mit in die Geschichte von Omexom und Avacon und erläuterte, dass die Zusammenarbeit gar nicht von ungefähr kommt. „Zu DDR-Zeiten war das ein Betrieb.“ Der Standort Boock gehört seit dem Jahr 2020 zu Omexom und zählt derzeit um die 30 Mitarbeiter. Damit dies so bleibt, präsentiert sich das Unternehmen regelmäßig auf den Ausbildungs- und Praktikumsbörsen des Landkreises Stendal sowie beim „Rückkehrertag“.

Wenn nicht gerade Schäden zu beheben sind, arbeitet Omexom derzeit schwerpunktmäßig an der Modernisierung des Stromnetzes im Auftrag des Netzbetreibers – so wie in Schollene. Auf einem kurzen Rundgang wurden Puhlmann die Arbeiten näher erklärt. Dabei wurde sich auch über den Einsatz umweltfreundlicher Technik, etwa mit Akku, ausgetauscht. „Wir probieren das, wo es möglich ist. Es ist aber nicht in allen Bereichen sinnvoll“, erklärte Scherping.

„Ich freue mich, dass wir in unserer Region einen so leistungsfähigen, regionalen Tiefbauer mit dieser Spezialisierung haben“, sagte der Landrat und blickte dabei auf die unzähligen Bauprojekte im Zusammenhang mit regenerativen Energie, die in der Region entsteht und transportiert werden muss. „Es zeichnet Omexom aus, dass das Unternehmen diesen Bereitschaftsdienst vorhalten kann und somit ein verlässlicher Partner für Netzbetreiber im Störungsfall ist. So ist immer schnell jemand vor Ort, wenn er gebraucht wird. Das trägt zur hohen Energie-Sicherheit in der Altmark bei“, so Puhlmann abschließend.