Aus Tangermünde in die ganze Welt
Sommertour: Landrat zu Gast bei Minda Industrieanlagen.
An der Arneburger Straße in Tangermünde weist ein großes Schild auf ein Unternehmen hin, verrät aber nicht, was sich dahinter für eine Produktion versteckt: Minda. Die Unternehmensgruppe, die neben dem Stammsitz in Minden und dem Werk in der Kaiserstadt noch drei weitere Standorte betreibt, ist spezialisiert auf Anlagenbau und Fördertechnik. Im Rahmen seiner Sommertour erhielt Landrat Patrick Puhlmann, der von Dana Hinz als Vertretung von Bürgermeister Steffen Schilm begleitet wurde, einen Einblick in die Produktion.
„Insgesamt beschäftigt Minda in Tangermünde 115 Mitarbeiter und etliche Auszubildende“, stellte Dr. Sascha Falkenberg dem Landrat den Standort vor. Auf einer Fläche von etwa 3,5 Hektar stehen 9.000 Quadratmeter Produktionsflächen zur Verfügung, so der Geschäftsführer. „Damit ist Minda ein bedeutendes Unternehmen in der Kaiserstadt“, betonte Puhlmann. Falkenberg, der die Geschäfte der Gruppe gemeinsam mit Robert Falch führt, berichtete dem Landrat über die aktuelle strategische Ausrichtung des Unternehmens und was sich dadurch verändert habe. Insgesamt besteht die Gruppe aus fünf Gesellschaften, eine davon seit 2020 in Amerika.
„Die USA ist Wachstumstreiber“, so Falkenberg. „Aufgrund hoher Kosten vor Ort, ist es häufig günstiger für uns, Anlagen hier zu produzieren und dann über den Ozean zu verschiffen“, erklärte der Geschäftsführer weiter. Demzufolge ist die Auftragslage gut, wenn gleich derzeit nicht so viel zu tun ist, wie in den zurückliegenden Jahren. Da mussten zusätzliche Mitarbeiter akquiriert und Sonderschichten gefahren werden.
Das stetige Wachsen des Standortes mit einhergehenden Investitionen bieten den Beschäftigten Sicherheit, ebenso die Minda-Philosophie, den Mitarbeiter als höchstes Gut zu sehen, sorgt für eine hohen Personaltreue am Standort. Vereinzelte Positionen sind durchaus schwerer zu besetzen, aber durch gute Öffentlichkeitsarbeit findet das Unternehmen bisher die nötigen Fachkräfte und auch immer Auszubildende. „Wir präsentieren uns gern auf den Ausbildungs- und Jobbörsen des Landkreises, zuletzt haben wir auch einen eigenen ‚Tag der offenen Tür‘ veranstaltet“, ergänzte Silke Schinz. Die kaufmännische Leiterin berichtete dem Landrat auch von den Rückkehrern, von denen Minda profitiere. So kam das Gespräch auf die Jobmesse von Arbeitsagentur und Landkreis, bei der das Unternehmen aus Tangermünde traditionell am 27. Dezember als Aussteller im Landratsamt mit dabei ist.
Hergestellt werden in Tangermünde hauptsächlich Kunststoffkettenförderer und am Standort entwickelte Anlagenkomponenten für die Wellpappindustrie, wie Falkenberg und Vertriebsleiter Marco Janssen Puhlmann auf einem kurzen Rundgang zeigten. „Für die Beratungsleistung und den daraus resultierenden kundenspezifischen Lösungen dieser speziellen Fördertechnik sind wir weltweit erster Ansprechpartner“, so Janssen. Dazu fertigt das Werk auch Antriebswellen für die gesamte Minde-Gruppe.
„Minda ist ein innovatives Unternehmen inmitten unserer Altmark“, sagte der Landrat. „Ich freue mich sehr, dass wir solche Marktführer in diesem Bereich bei uns im Landkreis Stendal haben, bei dem es zudem auch mit Fachkräften gut funktioniert“, so Puhlmann abschließend.

