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Land startet neues Förder-Programm „Sachsen-Anhalt ENERGIE“

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil nutzen, ökologisch handeln, die Energiewende meistern: Das Land und die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) setzen mit dem neuen Förder-Programm „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ einen starken Anreiz zur Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen in Unternehmen. Kern des Programms sind Investitionen zur Energieeinsparung in allen relevanten Unternehmensbereichen wie beispielsweise der Ersatz von ineffizienten Anlagen und Aggregaten oder die energetische Optimierung von Prozessen und Systemen. Diese können durch Investitionen in erneuerbare Energien und Stromspeicher
ergänzt werden.

Wirtschaftsminister Hartmut Möllring betonte: „Die Stärkung der Energieeffizienz ist ein Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. In Sachsen-Anhalt wird jede zweite Kilowattstunde von der Wirtschaft verbraucht. Daher lohnt es sich besonders, in Unternehmen nach Einsparpotentialen zu suchen und sie bei Investitionen in die Energieeffizienz zu unterstützen. Dies senkt die Kosten und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit. Und auch die Umwelt profitiert.“

Dazu sagt Manfred Maas, Sprecher der Geschäftsleitung der Investitionsbank Sachsen-Anhalt: „Die Unternehmen erhalten durch das neue Programm Sachsen-Anhalt ENERGIE finanzielle Anreize, neben ihrem Kerngeschäft die Energieeffizienz nicht zu vernachlässigen. Sie sollten dies als Chance und wettbewerbsstärkende Zukunftsmaßnahme sehen.“

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz bis 100 Millionen Euro sowie Energiedienstleister, die für andere Unternehmen Investitionen zur Energieeinsparung erbringen (Contracting). Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten müssen seit 2015 ein regelmäßiges Energieaudit durchführen. „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ ist ausdrücklich dazu gedacht, die Empfehlungen aus diesen Untersuchungen in die Praxis umzusetzen.

Darüber hinaus unterstützt das Programm die Initiative „Energieeffizienz-Netzwerke“ des Bundeswirtschaftsministeriums: KMU können einen erhöhten Fördersatz erhalten, wenn sie ihre Erfahrungen aus den geförderten Projekten mit anderen Unternehmen teilen. Die Förderung erfolgt vorrangig nach dem vereinfachten Verfahren der so genannten „Deminimis“-Verordnung – mit attraktiven Fördersätzen. Die Projekte müssen ein Mindestinvestitionsvolumen von 10.000 Euro aufweisen. Für größere Projekte, die nach EURecht nicht über das vereinfachte Verfahren gefördert werden können, steht eine Förderung auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) zur Verfügung. Dafür beträgt der maximale Zuschuss 500.000 Euro.

Zu den Details beraten die Förderexperten der IB unter der kostenfreien Beratungshotline 0800 56 007 57, unter www.ib-sachsen-anhalt.de sowie zu den Sprechtagen „IB regional – Wir für Sie vor Ort“. Anträge sind ebenfalls bei der IB zu stellen. Als Dienstleister steht unterstützend auch die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA; www.lena.sachsen-anhalt.de) zur Verfügung. Sie bündelt Informationen zu den Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz und verfügt über eine Energieberaterdatenbank. Insbesondere vermittelt sie auch Austauschmöglichkeiten unter den Unternehmen, die Energieeffizienzprojekte angehen.

24.03.2016

© Edgar Kraul E-Mail

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