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Landkreis Stendal
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Endlager Deutschland - Suche nach Ort für Atommüll

Bis zum Jahr 2031 soll innerhalb Deutschlands der Standort für ein Endlager für verbrauchte Brennstäbe aus Atomkraftwerken gefunden werden. Ziel ist es, einen Standort für den Verbleib hochradioaktiver Abfälle festzulegen, der die bestmögliche Sicherheit für einen Zeitraum von einer Million Jahren bietet.

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager ist Aufgabe des Bundes. Kommunen werden in diesen Prozess nicht einbezogen. Der Landkreis Stendal informiert auf dieser Seite fortlaufend darüber, weil die Region aufgrund der geologischen Bedingungen möglicherweise für eine Endlagerung in Betracht kommen könnte und deshalb in den nächsten Jahren untersucht wird.

Status Standortsuchverfahren Landkreis Stendal

AtomFass-Bild [(c): Edgar Kraul]

Status der Suche im Landkreis Stendal

2019

Resolution: Antwortschreiben der Ministerien

Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Umwelt, Landwirtschaft und Energie - die Ministerin

 

2019

Resolution des Kreistages Stendal „Landkreis Stendal – Kein Endlager für Atommüll

Antrag des Kreistags

Resolution des Kreistages Stendal
„Landkreis Stendal – kein Endlager für Atommüll“

Stellungnahme des Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit

2018

Der Standort soll laut Bund nicht in einem Hochwasserschutz-, Erholungs- oder Naturschutzgebiet liegen.

Der Landkreis Stendal ist ein hiesiger Naturraum mit biologischer Vielfalt, hoher Hektaranzahl an Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten sowie Biosphärenreservaten.

Ein mögliches Endlager steht dieser einzigartigen Naturlandschaft diametral entgegen. Landkreis Stendal legt hohen Wert auf Lebensqualität der hier lebenden Bevölkerung.

2017

Gebiete im Landkreis Stendal und in unmittelbar angrenzenden Landkreisen weisen Salz- und Tonformationen auf.

Salz, Ton und Granit wurden als geeignete Gesteine in der Bodenbeschaffung eingeordnet und sind gesetzlich vorgeschriebener Standortfaktor.

 

2017

Das Gestein Ton wird als günstige Bodenvorraussetzung für ein potenzielles Endlager radioaktiver Abfälle bestimmt.

Ablauf Endlager-Standortsuche Deutschland 2017 - 2031

In Bezug auf die in Frage kommenden Tonsteinvorkommen nimmt die  Kommission zur Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe in ihrer Studie über Teilgebiete Ermittlungen vor. Die Abläufe des Standortauswahlverfahrens werden in drei Phasen eingeteilt.

Phase 1

2017-2020

Ermittlung der zu erkundenden Gebiete

Seit 2017 werden „Teilgebiete“ ermittelt. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung sammelt geowissenschaftliche Daten der Länder und wertet diese aus. Zunächst werden ungeeignete Regionen wie Erdbeben- oder Bergbaugebiete von der „weißen Landkarte“ potenzieller Endlagerstandorte gestrichen. Im nächsten Schritt werden Mindestanforderungen angewandt, geologisch und planungswissenschaftlich günstige Standortregionen werden ermittelt. Technische und geowissenschaftliche Fragen beziehen sich auf die Beschaffenheit des Gesteins. Zum Beispiel sollen 300 Meter Gestein das Endlager von der Erdoberfläche trennen. Eine 100 Meter starke Schicht aus Granit, Salz oder Ton muss das Endlager umgeben. Zwischen den verbleibenden Gebieten werden dann Vorteile und Nachteile abgewogen. Als Zwischenergebnis werden Teilgebiete genannt, für deren Erörterung das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit eine Fachkonferenz Teilgebiete einberuft. Die Fachkonferenz besteht aus Bürgerinnen und Bürgern und Gemeindevertretern aus den benannten Gebieten, sowie aus Experten. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung übermittelt anschließend den Vorschlag für die übertage zu erkundenden Standortregionen an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit.

Ziel: Regionen werden ermittelt, die in der nächsten Phase erkundet werden. Diese werden per Gesetz bestimmt.

 

Phase 2

2020-2023

Übertägige Erkundung

Erkundungen übertage werden in den ermittelten Regionen vorgenommen. Durch Erkundungsbohrungen und Messungen in den Regionen soll ein genaueres Bild der Geologie und des Untergrundes entstehen. In Folge dessen werden weitere Standorte ausgeschlossen. Der Deutsche Bundestag entscheidet, auf Vorschlag des Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit, welche Standorte untertage erkundet werden sollen.

Ziel: Regionen werden ermittelt, die in der nächsten Phase erkundet werden.

Phase 3

2024-2031

Untertägige Erkundung und Festlegung

Die Erkundung untertage ist Aufgaben der 3. Phase und soll bis 2031 abgeschlossen sein. Hierbei errichtet die Bundesgesellschaft für Endlagerung an mindestens zwei Standorten Erkundungsbergwerke. Mit Bohrungen und weiteren Methoden wird das Gestein untersucht. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit bewertet die Ergebnisse aus den Untersuchungen und aus dem Beteiligungsverfahren. Der bestmöglichen Endlagerstandort wird dem Bundestag vorgeschlagen. Über den Standort entscheiden Bundestag und Bundesrat durch ein Gesetz.

Ziel: Gesetzliche Festlegung des Endlager-Standortes in Deutschland

22.01.2019

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