Startschuss für Breitbandaktivierung
Zweckverband aktiviert ersten Bauabschnitt im Projektgebiet 1
Eine langersehnte Nachricht konnte der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) für den ersten Bauabschnitt im Projektgebiet 1 (Landkreis Stendal) am Donnerstag, den 24. Februar 2022 verkünden: "Ab heute Zukunft". Den symbolischen Startschuss für die Breitbandaktivierung gaben heute Vormittag im Heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim in Köckte:
- Bernd Schlömer, Staatssekretär für Digitalisierung im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt
- Patrick Puhlmann, Landrat des Landkreises Stendal
- Michael Ziche, Landrat des Altmarkkreises Salzwedel
- Jürgen Pyrdok, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangermünde
- Andreas Brohm, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte
- Ellen Greifeneder, stellv. Regionalleiterin der Atene KOM GmbH
- Vertreter des Netzbetreibers DNS:NET Internet Service GmbH
- Andreas Kluge, ZBA-Geschäftsführer
Glasfaseranschluss: mit mind. 500 Mbit/s im Netz surfen
"Heute beginnt hier die letzte Phase des Großprojektes Breitbandausbau Altmark. Die vom ZBA fertiggestellten Bauabschnitte werden an den Netzbetreiber übergeben und die Aktivierung der Anschlüsse für die Bürger folgt. Ich freue mich sehr, dass sich die Aufwände der Verbandsmitglieder, meines Teams und mir nun hier für die Region auszahlen.“, so ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge. Gemeinsam mit der Köckter Einrichtungsleiterin Kerstin Projahn löste er einen Speedtest aus. Das Ergebnis: Ab sofort wird durch einen zukunftsfesten Glasfaserhausanschluss (wie bereits im Pilotgebiet Cluster 1) mit einer Geschwindigkeit von mindestens 500 Mbit/s im Netz gesurft.
25 Millionen Euro Förderung vom Land Sachsen-Anhalt
"Es ist erfreulich, dass das große Glasfaserprojekt des Zweckverbandes Breitband Altmark in die Zielgerade einbiegt. Mit der Aktivierung im ersten Bauabschnitt des Projektgebietes werden zukunftsfeste Glasfaseranschlüsse realisiert, die den Wohn- und Wirtschaftsstandort Altmark nachhaltig stärken. Das Land Sachsen-Anhalt fördert den aktuellen ZBA-Ausbau mit rund 25 Millionen Euro. Dies ist ein Beleg für den hohen Stellenwert, den die Entwicklung der Altmark für die Landesregierung hat.", umrundete der Staatssekretär Herr Schlömer als Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt das Ereignis.
Landrat Puhlmann: "kommen jetzt nach und nach dort an, wo andere beim Thema Glasfaserbreitband erst loslaufen"
Michael Ziche, welcher das Projekt bis 2017 als ehrenamtlicher Geschäftsführer des ZBA und Gründer in die Wege geleitet hat, freute sich ebenfalls: "Es macht mich stolz, dass größte Projekt in unserer Altmark von Anfang an begleitet zu haben und nun bei der Endphase, der Aktivierung, dabei zu sein. Bereits mit dem Pilotcluster Arneburg-Goldbeck haben wir mit unserem Vorhaben bewiesen, dass es für die Altmark als ländlicher Raum wichtig ist, diese Infrastruktur als Basis für die Digitalisierung der Wirtschaft und aller Lebensbereiche der heimischen Bevölkerung zu etablieren".
Und Patrick Puhlmann ergänzte: "Was 2012 mit der ersten Bedarfsabfrage bei Bürgern, Einrichtungen und Betrieben begann, ist 10 Jahre später auf Erfolgskurs. Schnelles Internet ist essentiell für unsere Region. Ich freue mich, dass die Ausbauarbeiten für das moderne Glasfasernetz im ersten Bauabschnitt abgeschlossen werden konnten. Es hat lange gedauert, aber mit dieser Anschlussaktivierung kommen wir als Altmark jetzt nach und nach dort an, wo andere beim Thema Glasfaserbreitband erst loslaufen. Das ist ein weiterer Grund stolz auf die Altmark zu sein. Dennoch bleibt auf dem Gebiet der Digitalisierung auch weiterhin viel zu tun, um die Altmark für die Zukunft noch besser zu wappnen."
Letzter Ausbauschritt: Übergabe an Netzbetreiber DNS:NET erfolgt
Der im Spätsommer letzten Jahres gestartete Breitbandausbau des Breitbandnetzes im ersten Bauabschnitt ist nun seitens des ZBA abgeschlossen. Die unterschiedlichsten Verlegeverfahren kamen dabei zum Einsatz, von der Pflugverlegung über Spülbohrungen und althergebrachtem Tiefbau mit Bagger war alles dabei. Erfolgreich konnte somit der erste Bereich der zukunftsfesten Breitbandinfrastruktur an den künftigen Netzbetreiber DNS:NET Internet Service GmbH vor ein paar Wochen übergeben werden, wodurch die Verantwortlichkeiten für den letzten Ausbauschritt zum künftigen Netzbetreiber wechselten. Voraussichtlich im zweiten Quartal werden weitere Bauabschnitte im Zweckverbandsgebiet an den Netzbetreiber übergeben. Dieser wird die sogenannte aktive technische Ausrüstung dann circa sechs Wochen später errichten und installieren, welche eine Datenübertragung über die neuen Glasfaserleitungen erst ermöglicht.
Circa 350 Haushalte können sich nun in den nächsten Wochen statt der bisherigen Datenübertragungsraten, die zum Teil unter 30 Mbit/s liegen, über deutlich schnelleren Zugang zum Internet (Download) freuen können. Weitere 260 Haushalte wären im Bauabschnitt 1 möglich. Insgesamt könnten in der Altmark nach Fertigstellung des zukunftsfähigen Breitbandnetzes rund 30.500 Haushalte auf diese Weise mit zukunftsfähigen Glasfaserleitungen versorgt werden. Dafür investiert der Verband über 180 Millionen Euro, welche vor allem unterstützt durch Fördergeldern von Bund und dem Land Sachsen-Anhalt finanziert werden.
Projektgebiete des ZBA
Projektgebiet I (Landkreis Stendal):
Orte in und aus den Gemeinden Eichstedt, Goldbeck, Hassel, Havelberg (ohne Stadt), Hohenberg-Krusemark, Kamern, Klietz, Osterburg (ohne Stadt), Rochau, Schollene, Schönhausen (ohne Stadt), Tangerhütte (ohne Stadt), Tangermünde (ohne Stadt), Wust-Fischbeck.
Projektgebiet II (Altmarkkreis Salzwedel und Landkreis Stendal):
Orte in und aus den Gemeinden Arendsee (ohne Stadt), Kalbe, Aland, Altmärkische Höhe, Altmärkische Wische, Bismark, Iden, Seehausen, Werben, Zehrental.
Projektgebiet III (Altmarkkreis Salzwedel):
Orte in und aus den Gemeinden Apenburg-Winterfeld, Beetzendorf, Dähre, Diesdorf, Gardelegen, Jübar, Klötze (ohne Stadt), Kuhfelde, Rohrberg, Wallstawe.
Quelle: www.breitband-altmark.de


