Puhlmann informiert sich über den Wiederaufbau
Etwas mehr als ein halbes Jahr nach dem Großbrand bei Mercer Stendal hat am Montagmittag Patrick Puhlmann das Arneburger Zellstoffwerk besucht. Auf einen Austausch mit Geschäftsführer André Listemann und Werkleiter Martin Zenker folgte für den Landrat des Landkreises Stendal eine Werkbesichtigung, bei der er sich die nach dem Brandereignis wiedererrichteten Anlagenteile anschaute.
„Mein letzter Besuch im Zellstoffwerk hatte einen unschönen Anlass“, sagte Puhlmann bei der Begrüßung. „Daher freue ich mich zu sehen, wie Mercer Stendal gestärkt aus dem Unglück hervorgegangen ist.“ Martin Zenker hatte zuvor verdeutlicht, welche Anlagen durch den Brand beschädigt worden waren. „Noch während die Feuerwehren mit der Beseitigung von Glutnestern beschäftigt waren, haben unsere Ingenieure den Wiederaufbau geplant“, so der Werkleiter. „Auf eine Behelfslösung zur Befüllung der Hackschnitzellager folgte mit der Generalrevision im November die Errichtung neuer Anlagenteile. Aktuell haben wir noch Restarbeiten zu bewältigen.“
Der Tenor ist dabei auch seitens André Listemanns positiv. „Wir sind mit den Fortschritten der vergangenen Monate sehr zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft“, so der Geschäftsführer, der Patrick Puhlmann darüber hinaus auch über Entwicklungen im Mercer-Konzern berichtete. Beispielsweise wurde erst zum Ende des Vorjahres ein Sägewerk in Sachsen übernommen. Es wurde aber auch über Ansätze für die zukünftige Entwicklung Mercers am Standort Arneburg gesprochen. Die veränderten Rahmenbedingungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten waren ebenfalls Bestandteil des Dialoges. Immerhin ist das Zellstoffwerk zugleich das größte Biomassekraftwerk Deutschlands. „Wir freuen uns natürlich über das Interesse seitens des Landrates. Dieser Austausch ist für uns sehr wichtig“, so Listemann.
Auf der Besichtigung der wiedererrichten Anlagen zeigte sich Puhlmann beeindruckt und zog ein positives Fazit: „Dieser umfassende Wiederaufbau zeigt mir, dass Mercer trotz Umstrukturierung im Konzern fest für eine Zukunft in Arneburg plant.“ Als „bemerkenswert“ erwähnte der Landrat zudem, dass die Mercer Stendal-Geschäftsleitung sich persönlich bei den zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehren bedankte. „Für so einen Industriebetrieb ist das nicht selbstverständlich. Das zeigt mir die eindeutige Identifikation mit unserer Region“, so Puhlmann.

