Kreisfeuerwehrverband und Landkreis schulen Führungskräfte

Steffen Jorns und Patrick Puhlmann begrüßen Kameraden im Landratsamt.

Nicht zum ersten Mal haben der Kreisfeuerwehrverband (KFV) und der Landkreis Stendal am Freitagabend gemeinsame Sache gemacht. Im Landratsamt ist zum wiederholten Mal ein Blaulichtseminar angeboten worden. Dabei ging es um Brandursachenermittlung der Polizei sowie Info-Medien im Feuerwehralltag.

Gemeinsam mit Verbandschef Steffen Jorns hat Patrick Puhlmann die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Stendal im Landratsamt begrüßt. Danach überreichte der Landrat den Staffelstab an Sarah Stoppok. Die Kriminalkommissarin hielt einen Vortrag zum Thema „Brandursachenermittlung“. Oft stehen die Ermittler vor der Frage: Brandstiftung oder Fahrlässigkeit, Herbeiführung einer Brandgefahr oder doch nur technischer Defekt? Details können für die Ursachenfindung entscheidend sein. Dabei ist neben der aussagefähigen Einsatzdokumentation auch eine gute Kommunikation zwischen Feuerwehr und Polizei von entscheidender Bedeutung, so Stoppok.

Nach einer kleinen Stärkung und interessanten Pausengesprächen referierte Hannes Rühlmann zum Thema „Info-Medien im Feuerwehralltag“. Der KFV-Pressewart berichtete von viele Einsatzszenarien, zu denen die Feuerwehren gerufen werden, die auch für die Öffentlichkeit von Interesse ist. Damit können sie sich zu Themen für die Presse, das Radio oder Fernsehen entwickeln. In den letzten Jahren kamen auch verstärkt Social-Media-Formate wie Facebook, Instagramm und Co. dazu. Doch wie verhalte ich mich als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann den Medienvertretern gegenüber richtig? Was darf ich selbst berichten oder posten und was nicht? Welche Rolle spielen Pressefreiheit, Pressekodex und das Recht am eigenen Bild? Der Vortrag galt dazu, Antworten auf viele Fragen zu finden.

Eine satzungsgemäße Aufgabe des Kreisfeuerwehrverbandes ist es unter anderem, die eine einheitlich und qualitativ hochwertigen Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen zu fördern. Dazu dienen auch die Blaulichtseminare. In der Vergangenheit standen schon Themen wie die „Brandbekämpfung bei Elektrofahrzeugen“ oder „Schaumlöschmittel“ auf der Tagesordnung. Eine Fortsetzung ist im Jahr 2026 geplant.