Eine Paddeltour zum Abschied der Austauschschüler

Landrat Patrick Puhlmann wirbt dafür, Gastkinder aufzunehmen.

Rund 220 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren reisen mit der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen nach Deutschland, um hier in einer Gastfamilie die Kultur und Sprache des Landes kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Einige von ihnen, deren Zeit in der Altmark jetzt zu Ende geht, hat Landrat Patrick Puhlmann am Freitag besucht.

In Rossau stand für die Jugendlichen zusammen mit ihren Gasteltern eine Paddeltour auf der Biese zum Abschied an. Zuvor kam Puhlmann mit den Austauschschülern ins Gespräch, hat sich über ihren Erfahrungen informiert und sie eingeladen, wiederzukommen. „Unsere Region bietet gute Möglichkeiten, sich beruflich zu entfalten. Hier auf dem Land ist das manchmal sogar einfacher, als in den großen Städten“, so der Landrat. Von dem Angebot der Rückkehr machen auch regelmäßig Austauschschüler früherer Jahre gebrauch, wenngleich auch nur für einen Besuch, wie Betreuerin Marina Hebekerl erklärt. So waren auch einige beim aktuellen Abschluss in Rossau vertreten.

Geborgenheit und Sicherheit schenken während des Schüleraustauschs und dabei selbst eine bereichernde Erfahrung machen: Ab September 2023 haben Familien in der Region Stendal wieder die Möglichkeit, ein internationales Gastkind für ein halbes oder ganzes Schuljahr bei sich zu Hause aufzunehmen. Viele Gastfamilien entwickeln lebenslange Freundschaften zu ihren Gastkindern.

Puhlmann unterstützt dabei die Austauschorganisation, Familien zu finden, die Jugendliche von einigen Wochen bis zu einem Jahr bei sich aufnehmen möchten. Der Landrat erklärt: „Ich hatte selbst in der elften Klasse das Glück, ein tolles Austauschjahr in einer Gastfamilie in den USA erleben zu dürfen. Diese Menschen haben bis heute unschätzbar wertvolle Spuren in meinem Leben hinterlassen. Dafür bin ich heute noch dankbar. Jede Familie aus unserer Region, die diese Erfahrung machen möchte, bereichert damit nicht nur das eigene Leben, sondern leistet auch einen großen Beitrag für die interkulturelle Verständigung.“

Gastfamilien sind so vielseitig wie die Welt: Groß- oder Kleinfamilien, Paare mit oder ohne Kinder, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Paare oder Senioren können Jugendlichen aus aller Welt ein liebevolles Zuhause auf Zeit bieten – wichtig sind ein großes Herz, ein freies Bett, Gastfreundschaft und Neugierde auf eine andere Kultur. Eine Aufnahme ist für einen Zeitraum ab sechs Wochen bis zu einem Jahr möglich. Die Gastfamilien werden vor und während der Zeit des Austausches von AFS vorbereitet, begleitet und betreut. Dafür gibt es zum einen ehrenamtliche Ansprechpartner vor Ort, zum anderen die AFS-Geschäftsstelle, die rund um die Uhr über eine telefonische Hotline erreichbar ist.

Interessierte, die ein Gastkind ab September 2023 aufnehmen möchten, können sich direkt an die Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen wenden – telefonisch unter 040 39922290 oder per E-Mail an gastfamilie@afs.de. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.afs.de/gastfamilienprogramm.