Land bietet Beratung zu SED-Unrecht

Betroffene können sich für Sprechstunde in Havelberg anmelden.

Opfer des SED-Unrechts haben Anspruch auf Linderung ihres Leids. Die Liste des Unrechts ist lang: politische Haft, Zersetzung, grundlose Einweisung in Heime oder Anstalten, Zwangsaussiedlungen, Enteignungen, Verweigerung von Bildungswegen und Schulabschlüssen, Staatsdoping und vieles mehr. Für den Landkreis Stendal bietet die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt wieder Beratungen besonders zu diesen Themen an: strafrechtliche und berufliche Rehabilitierung, Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden, psychosoziale Unterstützung, Einsichtnahme in die Stasi-Akten. Diese findet am Donnerstag, 30. April, von 10 bis 16 Uhr im Havelberger Rathaus (Markt 1, Besprechungsraum 201, 39539 Hansestadt Havelberg) statt. In der Beratung erhalten Betroffene auch Unterstützung in der Aufarbeitung ihrer eigenen politischen Verfolgung. Besonders wichtig für die Betroffenen: Der Bundestag hat 2019 die Fristen für Rehabilitierungsanträge aufgehoben und das Leistungsspektrum erweitert. Die Beratungen sind individuell und selbstverständlich vertraulich. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 03931 5601505 oder per E-Mail möglich.