Stadtsee steht weiter im Fokus

Hansestadt und Landkreis Stendal sowie Angler ziehen weiter an einem Strang.

Der Stendaler Stadtsee zählt zu den Naherholungsgebieten im Landkreis Stendal und steht seit Längerem im Fokus der Hansestadt Stendal. Um dessen Zustand nachhaltig zu verbessern, gibt es verschiedene Lösungsansätze, die im Sinne des gemeinsamen Interesses aller Beteiligten nicht immer einfach zusammenzuführen sind. Dies zu versuchen und die Stadtverwaltung dabei zu unterstützen, hat Patrick Puhlmann im Vorjahr der Kreisverwaltung auf den Plan geschrieben. Unter Einladung des Landrates ist kürzlich bereits ein drittes Mal beraten worden, wie die nächsten Maßnahmen zum Erhalt des Stadtsees aussehen könnten.

Neben der Hansestadt Stendal als Eigentümerin, dem Landesanglerverband Sachsen-Anhalt als Pächter sowie dem Stendaler Anglerverein als Betreuer des Stadtsees haben in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung auch die Fachämter Umwelt und Veterinärwesen an der Beratung teilgenommen. Dabei kam zur Sprache, wie sich der Stadtsee seit den Maßnahmen im Vorjahr entwickelt hat. Der Stendaler Anglerverein behält die Wasserwerte mit Hilfe neuer Messtechnik regelmäßig im Blick. Wie im Vorjahr verabredet, wird im August 2026 durch den Landesanglerverband erneut entkrautet. Dabei war allen Teilnehmern klar: Es ist keine einfache Aufgabe, das flache Gewässer in Schuss zu halten. Dafür müsse auch die Natur mitspielen, so etwa seien Niederschläge und eine Verminderung der Nährstoffeinträge erforderlich.

Weiterhin sind Ideen diskutiert worden, wie die Wasserfläche mehr beschattet werden könne. Diese sollen nun konkreter auf eine Machbarkeit hin geprüft werden. Es können aber auch alle Bürger ihren Beitrag leisten, den Stendaler Stadtsee als Naherholungsgebiet zu erhalten. „Dazu müsse als Erstes das Füttern der Enten unterbleiben“, unterstrich der Arbeitskreis. Denn auch dieses bringt immer weitere Stoffe in den See, die letztlich Fischsterben begünstigen.