Sieler und Puhlmann ziehen positives Fazit und blicken nach vorn

Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Inklusive Arbeitswelt“ in Stendal.

Was von Hansestadt und Landkreis Stendal mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung bereits im Jahr 2023 mit dem Programm „Land.Zuhause.Zukunft“ in Kooperation mit der Universität Hildesheim erfolgreich auf den Weg gebracht worden ist, hat im Projekt „Inklusive Arbeitswelt“ eine erfolgreiche Fortsetzung gefunden. Dieses ist Ende 2025 abgeschlossen worden, worüber Bastian Sieler und Patrick Puhlmann am Montagnachmittag im kleinen Rathaussaal der Hansestadt berichteten.

„Der Landkreis Stendal steht nicht erst seit gestern, wie viele Regionen bundesweit, vor der Herausforderung eines wachsenden Fachkräftemangels. Besonders entscheidend ist dabei, bislang nicht ausreichend genutzten Potenziale besser zu nutzen. Gerade Menschen mit Migrationsgeschichte bringen wertvolle Kompetenzen mit, die es stärker in unseren Arbeitsmarkt zu integrieren gilt“, sagte der Landrat. „Das Projekt ‚Inklusive Arbeitswelt‘ hat hierfür wichtige Grundlagen gelegt, indem es gezielt den Austausch zwischen Wirtschaft, Institutionen und migrantischen Communities gefördert hat“, führte Puhlmann weiter aus.

Das Projekt hat wichtige Impulse gesetzt. Ein zentraler Ansatz war die systematische Erhebung von Bedarfen, sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch bei migrantischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. In praxisnahen Workshops wurden im direkten Austausch die jeweiligen Bedarfe erfasst und Lösungsansätze ausgearbeitet.

Mit dem Fachtag „Arbeitsmarktintegration“ wurde zudem eine Plattform geschaffen, die Wissenslücken in dem Themenfeld schließt und Unternehmen mehr „Durchblick“ bei bestehenden Unterstützungsangeboten verschafft. Auch der Austausch von „Best-Practice Beispielen“ und die Vernetzung von Beratungsstrukturen und Arbeitgebern wurden vertieft, ein Format, das von vielen regionalen Akteuren ausdrücklich eingefordert wurde. Ein besonderer Baustein war zudem das Videoprojekt „Erzähl deine Geschichte“, das persönliche Erfolgsgeschichten sichtbar macht und Vorbilder innerhalb der Communities schafft. Dazu sind Ausschnitte vorgestellt worden. Die Videos gibt es fortan wöchentlich neu online.

„Die Ergebnisse des Projekts zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in einer engen Zusammenarbeit von Wirtschaft, Verwaltung und migrantischen Communities liegt“, betonte Bastian Sieler. „Mich freut es besonders zu sehen, wie stark die Beteiligung am Stendaler Jobkontakt in den vergangenen Jahren gewachsen ist und welche Dynamik dadurch entstanden ist. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse des Projekts, dass Integration mehr ist als reine Arbeitsvermittlung. Es geht darum, Perspektiven zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und Menschen nachhaltig in unsere Stadtgesellschaft einzubinden. Auch hier zeigen sich vielfältige Synergieeffekte zu den Bemühungen der Hansestadt mit der Veranstaltungs- und Austauschreihe ‚Stadtsee sichern und stärken‘, das soziale Ankommen und Miteinander in der Stadtgesellschaft zu verbessern und miteinander weiterzuentwickeln“, so der Oberbürgermeister der Hansestadt Stendal.

Das Netzwerk „Arbeitsmarktintegration“ soll auch künftig fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Die zentrale Erkenntnis des Projekts: Arbeitsmarktintegration gelingt dann besonders erfolgreich, wenn Wirtschaft, Netzwerke und Migranten gemeinsam handeln. Gleichzeitig wurde deutlich, dass soziales Ankommen eine wesentliche Grundlage für berufliche Integration darstellt. Mit dem Projekt „Inklusive Arbeitswelt“ wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels im Landkreis Stendal langfristig zu begegnen und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.