Kersten: „Ist das richtige Signal“

Bund stellt 5 Millionen für die Wischelandhalle Seehausen zur Verfügung.

Die Wischelandhalle in Seehausen (Altmark) erhält 5.019.231,97 Euro Fördermittel aus dem ersten Projektaufruf des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“. Diese Entscheidung ist laut der Bundestagsabgeordneten Dr. Franziska Kersten am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages gefallen. Die Mittel sollen eingesetzt werden, um die Dreifeld-Sporthalle umfassend zu sanieren.

Kersten, SPD-Bundestagsabgeordnete für Sachsen-Anhalt, ist über die grandiose Nachricht erfreut und gratuliert: „Ein guter Tag für Seehausen und die gesamte altmärkische Wische! Ich freue mich sehr mit dem Landkreis Stendal, der Hansestadt Seehausen und den Menschen vor Ort, dass die Wischelandhalle Fördermittel in Millionenhöhe aus der Sportmilliarde erhält. In der wunderschönen, aber sehr strukturschwachen Region um Seehausen ist die Halle der einziger größere Veranstaltungsort für den Schul- und Vereinssport sowie für Kunst und Kultur. Dass der Bund Mittel aus der Sportmilliarde in so einen bedeutsamen Begegnungsort im ländlichen Raum investiert, ist das richtige Signal.“

Beim Landrat des Landkreises Stendal, Patrick Puhlmann, ist die Freude über die Fördermittel ebenfalls groß. Schließlich waren bis Mitte Januar beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung über 3.600 Projektskizzen von Städten, Gemeinden und Landkreise aus ganz Deutschland eingegangen: „Wir freuen uns sehr, denn die Bedeutung der Wischelandhalle für den Landkreis Stendal, insbesondere für den Norden rund um Seehausen, ist enorm. Diese Halle ist weit mehr als eine Sportstätte: Sie ist Austragungsort für Schul- und Vereinssport, Trainings- und Spielbetrieb der örtlichen Handballmannschaften und zugleich ein zentraler Treffpunkt für den Breitensport. Darüber hinaus ist sie mit ihrem Foyer und ihrer Tribünenstruktur ein kulturelles Herzstück der gesamten Region – ein Ort für Karneval, Musikveranstaltungen, Konzerte, Theater und große Feiern. Kurz: Sie ist ein Ort, der das gesellschaftliche Leben in der Wische prägt und zusammenhält. Die nun gesicherte Förderung eröffnet die Chance, die Halle endlich zu sanieren und zukunftsfest zu machen – als barrierefreien, energieeffizienten und lebendigen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens einer ganzen Region. Hier wird das Sondervermögen im ländlichsten Raum investiert und das ist richtig so. Mein besonderer Dank gilt Dr. Franziska Kersten, die uns als Bundestagsabgeordnete bei der Antragstellung jederzeit als Ansprechpartner und Unterstützer zur Seite gestanden hat.“

Puhlmann sagt aber auch: „Noch schöner wäre natürlich gewesen, wenn der Antrag der Hansestadt Seehausen (Altmark), bei dem die Förderung noch höher gewesen wäre, berücksichtigt worden wäre. Dennoch ist diese Entscheidung ein bedeutender Erfolg und kann der Ausgangspunkt für den langfristigen Erhalt eines einzigartigen sozialen und kulturellen Ortes in der Region sein.“

Der Landkreis Stendal hat über dieses positive Signal für die Sanierung der Wischelandhalle am Mittwochnachmittag auch an betroffene Vereine und Schulen informiert. Als nächstes wird nun auf die Förderzusage gewartet, um dann gemeinsam mit der Hansestadt Seehausen die nächsten Schritte anzugehen.

Die bereitgestellten Mittel kommen aus der Fördermaßnahme „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“ der sogenannten Sportmilliarde. Diese ist Teil des 500-Milliarden-Sondververmögens, das die Koalition aus Union und SPD auf den Weg gebracht hat. 333 Millionen Euro standen in einer ersten Runde bereit, im Laufe von vier Jahren soll eine Milliarde verteilt sein. Hinzu kommen weitere 250 Millionen Euro, die ausschließlich für die Sanierung von Schwimmbädern bereitgestellt werden. Kommunen können hierzu bis zum 19. Juni eine Projektskizze beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einreichen. Ziel der Koalition ist es die Kommunen beim Erhalt von Sportstätten finanziell zu unterstützen. Damit werden Millionen von Sportlerinnen und Sportler sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert.

„Zur Wahrheit gehört auch: Es gab mit über 3.600 Projektskizzen auf Förderung mit einer beantragten Gesamtfördersumme von mehr als 7,5 Milliarden Euro. Damit ist das Programm in seiner ersten Phase rund 21-fach überzeichnet. Diese Zahlen machen den massiven Sanierungsstau in unseren Sportstätten deutlich. Viele Kommunen aus Sachsen-Anhalt sind auch an mich mit Bitte um Unterstützung herangetreten, die nun erstmal leer ausgehen werden. Das bedauere ich sehr.“, so die Bundestagsabgeordnete. „Aber schon in diesem Jahr soll es eine zweite Förderrunde geben, wieder mit einer Fördersumme von 333 Millionen Euro. Ich ermutige alle Kommunen, die nicht zum Zuge gekommen sind, sich erneut beim nächsten Aufruf zu bewerben!“, so Franziska Kersten abschließend.