Hochwasserlage kündigt sich an

Landkreis Stendal verfolgt Pegelstände an der Elbe.

Erst Ende April haben die beiden altmärkischen Landkreis Salzwedel und Stendal in ihrer ersten, gemeinsamen Wasserkonferenz die Hochwassersituation aus dem zurückliegenden Winter ausgewertet, da kündigt sich nun möglicherweise die nächste Hochwasserlage an. Die untere Wasserbehörde des Landkreises Stendal geht davon aus, dass sich die starken Niederschläge der vergangenen Tage in Süd- und Mitteldeutschland auf den Pegelstand der Elbe auswirken werden. Lag dieser vor dem Wochenende in Tangermünde noch bei 251 Zentimetern, liegt die Prognose des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) für Dienstag 4. Juni, bei 335 Zentimetern – Tendenz für den Wochenverlauf weiter steigend.

„Wir sind zwar noch ein gutes Stück von einer Warnstufe entfernt, behalten die Entwicklungen im Süden mit ihren möglichen Auswirkungen für uns aber stets im Blick“, sagt Patrick Puhlmann. „Sollte der Pegel in Tangermünde jenseits der Fünfmeter-Marke steigen und damit Warnstufe 1 oder gar mehr erreichen, werden wir ganz sicher vorbereitet sein“, so der Stendaler Landrat weiter.

Der derzeit erwartete Wasserstand der kommenden Tage wird nach Einschätzung des Umweltamtes zu einer Überflutung im Elbvorland führen. „Heimische Landwirte sollten die Bewirtschaftung auf den Überflutungsflächen der Lage entsprechend anpassen, Flächeneigentümer erforderliche Maßnahmen treffen und etwa Tiere, Futter sowie Materialien rechtzeitig sichern“, lautet der Hinweis von Landrat Puhlmann.

Weitere Informationen zum Thema Hochwasserschutz gibt es auch auf der Internetseite des Landkreises Stendal.