Erster Spatenstich ist gesetzt

Neue DIN-gerechte Rettungswache in Klietz soll im Herbst 2026 in Betrieb genommen werden.

Der lange Kampf für die Verbesserung des Rettungswesens im Landkreis Stendal zahlt sich seit dem Vorjahr aus. Im Herbst 2025 ist die erste neue Rettungswache in Tangermünde in Betrieb genommen worden. Am Mittwoch ist nun der nächste Meilenstein gesetzt worden: In Klietz haben Landrat Patrick Puhlmann und Hendrik Galster, Geschäftsführer der mit der Umsetzung des Baus beauftragten Abfallentsorgung Landkreis Stendal (ALS) Dienstleistungsgesellschaft, zusammen Steffi Friedebold (Bürgermeisterin Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land), Jens Meiering (Bürgermeister Klietz) sowie beteiligten Bauunternehmen symbolisch den ersten Spatenstich für die zweite neue DIN-gerechte Rettungswache gesetzt. Sie soll im Herbst 2026 in Betrieb genommen werden.

„Durch die provisorische Rettungswache auf dem Gelände der Bundeswehr hat sich die Hilfsfrist schon deutlich verbessert. Das ist aber eben kein Standort mit optimierten Laufwegen, Schnelllautoren und all dem, was DIN-gerechte Rettungswachen auszeichnet“, sagte Puhlmann. „In Tangermünde haben wir im Vorjahr ein gutes Beispiel hingelegt und Erfahrungen gesammelt. Das bringen wir nun in den Bau der zweiten neuen Rettungswache hier in Klietz mit ein“, so der Stendaler Landrat. Er dankte dabei der Gemeinde, dass die bisherige Zusammenarbeit so gut verlaufen ist.

Dazu erklärte Galster, dass er sich über das Vertrauen von Kreistag und Landrat freue, welches in die ALS als 100-prozentige Tochter des Landkreises Stendal gesteckt wurde. „Wir haben einen Vertrag über zehn Rettungswachen geschlossen. Nach dem erfolgreichen Bau mit Modulbauweise in Tangermünde freuen wir uns, nun zeitnah die zweite neue DIN-gerechte Rettungswache zu errichten. Das wird eine deutliche Verbesserung der baulichen Substanz und Ausstattung gegenüber der jetzigen Situation bringen“; so der ALS-Geschäftsführer. Die neue Rettungswache in Klietz entsteht auf einem Grundstück von etwa 990 Quadratmetern und wird einen Rettungswagen mit Zwei-Personen-Besatzung beherbergen. Daher erfolgt der Bau als Unisex-Variante.

Seine besondere Freude brachte er auch darüber zum Ausdruck, dass der größte Teil der Wertschöpfung im Landkreis Stendal bleibt: „Wir haben für Planung, Fundamente und Module Unternehmen in der Region gefunden, so dass die knapp 1,55 Millionen Euro größtenteils hierbleiben und hier wieder ausgegeben werden können. Das trägt zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.“ Dazu erläuterte Hendrik Galster, dass für die nächsten zwei Rettungswachen in Busch und Windberge derzeit die Ausschreibungen laufen.