60 Mädchen und Jungen begeben sich auf die „Mission Kreisverwaltung“
Zukunftstag macht vielfältige Aufgaben des Landkreises Stendal erlebbar.
Wer am Donnerstagvormittag den Weg ins Stendaler Landratsamt genommen hat, dürfte am Eingang überrascht gewesen sein: Ein großes Fahrzeug der Kreisstraßenmeisterei, ein Einsatzleitwagen des Katastrophenschutzes sowie weitere Einheiten des Ordnungsamtes präsentierten sich auf dem Vorplatz. Denn der Landkreis Stendal hatte zum Zukunftstag die „Mission Kreisverwaltung“, welche von Studierenden und Auszubildenden entworfen wurde, gestartet. Rund 60 Mädchen und Jungen erlebten zwölf Stationen, wie vielfältig die Aufgaben der Kreisverwaltung sind.
„Ich weiß noch, wie es für mich in eurem Alter war: nicht einfach. Was passt zu mir und worauf habe ich Lust?“, sagte Susanne Hoppe. Die Dezernentin des Landkreises Stendal begrüßte die Teilnehmer in Vertretung von Landrat Patrick Puhlmann. „Ich habe hier meine Ausbildung gemacht und erst nach und nach festgestellt, wie vielfältig die Arbeit in der Kreisverwaltung ist. Genau das wollen wir euch heute beim Zukunftstag näherbringen“, so Hoppe weiter zu diesem Tag der Berufsorientierung. „Unsere Aufgabe ist es, dass gesellschaftliche Leben in verschiedenen Bereichen mitzugestalten.“ Dazu gab Susanne Hoppe den Jugendlichen noch einen Tipp: „Findet euren Weg. Mädels, traut euch auch als Bauingenieurin tätig zu sein und Jungs, vielleicht zieht ihr einen sozialen Beruf in Erwägung.“
Für die „Mission Kreisverwaltung“ wurden die Teilnehmer in acht Gruppen eingeteilt. Mit einer kleinen Schatzkarte ging es darum, an den zwölf Informationsständen der verschiedenen Ämter Fragen zu beantworten. Mit dem Lösungswort gab es am Ende ein kleines Präsent. Viel wichtiger aber war noch, dass die Jugendlichen vieles selbst anfassen konnten. Der Katastrophenschutzstab führte sein Einsatzleitwagen und seine Drohne vor, die Feuerwehrtechnische Zentrale berichtete dazu von ihrer Tätigkeit. Beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt gab es selbst einzuschätzen, wie viel Platz ein Mastschwein im Stall benötigt und das Kulturamt klärte über die verschiedenen Einrichtungen wie Museen und Fahrbücherei auf. Das Amt für Digitalisierung nahm die Mädchen und Jungen mit auf einen Exkurs zur künstlichen Intelligenz, erstellte damit auch verschiedene Bilder. Wer noch nie eine Schutzweste getragen hat, konnte dies erstmals beim Amt für Ausländerangelegenheiten probieren.
„Entdeckt eure Zukunft – heute!“, lautete das Lösungswort. Wer es bis dahin geschafft hatte, hat nun einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten der Kreisverwaltung erhalten. Dabei entstanden bei dem einen oder anderen gleich Wünsche, einmal ein Praktikum durchzuführen. Wenn dieses später dazu führt, dass aus den 60 Mädchen und Jungen künftige Verwaltungsmitarbeiter hervorgehen, dann war die „Mission Kreisverwaltung“ erfolgreich.

