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Landkreis Stendal
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  • 39576 Hansestadt Stendal

  • Telefon: +49 3931 60-6
  • Fax: +49 3931 213060

Leistung:
Baumfällgenehmigung erteilen
Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Für das Fällen von Bäumen kann aus unterschiedlichen Gründen eine Genehmigung erforderlich sein.

Eine Fällgenehmigung ist insbesondere in den folgenden Fällen notwendig, in denen Bäume einem besonderen Schutz unterliegen. 27.06.2017

  1. Schutz von Bäumen als „Geschützten Landschaftsbestandteilen“

Bäume können von den Bundesländern durch Baumschutzverordnungen oder -satzungen als sogenannte „Geschützte Landschaftsbestandteile“ geschützt werden (§ 29 des Bundesnaturschutzgesetzes). Davon wird vor allem für bebaute Ortsteile Gebrauch gemacht.

Daneben können die Bundesländer auch Alleen unter Schutz stellen (§ 29 des Bundesnaturschutzgesetzes).

Der konkrete Inhalt und das Verfahren richten sich ausschließlich nach dem Recht des jeweiligen Bundeslandes.

  1. Schutz von Bäumen aus Gründen des Artenschutzes

Es ist grundsätzlich verboten, Bäume und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig sind in dieser Zeit lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen (§ 39 des Bundesnaturschutzgesetzes). Ausnahmen davon können beispielsweise zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit gewährt werden.

Form und Verfahren der Antragstellung ergeben sich ebenfalls ausschließlich aus dem Recht des jeweiligen Bundeslandes.

Rechtsgrundlage

Spezielle Hinweise für - Landkreis Stendal

Die Verordnung zum Schutze des Gehölzbestandes im Landkreis Stendal vom 18.06.1997 steht Ihnen auf der Internetseite des Landkreises Stendal in der Rubrik Kreisrecht  zur Verfügung.

Was sollte ich noch wissen?

Spezielle Hinweise für - Landkreis Stendal
Grundsätzlich ist das Fällen von Bäumen bzw. der Rückschnitt im öffentlichen Bereich nur erlaubt, wenn dies durch Gesetz, Verordnung oder gemeindliche Baumschutzsatzung gestattet wird.

Besondere, nicht aber abschließende Schutzvorschriften sind im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie im Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (NatSchG LSA) enthalten:

  • Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen (§ 39 Abs. 5 Nr. 2 BNatSchG).
  • Gesetzlich geschützte Biotope im Sinne des § 30 Abs. 2 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes sind zusätzlich Hecken und Feldgehölze außerhalb erwerbsgärtnerisch genutzter Flächen (§ 22 Abs. 1 Nr. 8 NatSchG LSA) sowie Reihen von Kopfbäumen (§ 22 Abs. 1 Nr. 9 NatSchG LSA).

Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch außerhalb des Zeitraumes 1. März bis zum 30. September eine Baumfällung bzw. Rückschnitt im öffentlichen Bereich nur erlaubt ist, wenn keine weiteren Schutzvorschriften dagegen sprechen. Nährere Auskunft und weitere Informationen erhalten Sie bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal.

Fachlich freigegeben durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Referat N II 1

Fachlich freigegeben am

27.06.2017