Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag

GIB AIDS KEINE CHANCE

In diesem besonderen Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie auch bei den Veranstaltungen zum Welt-Aids-Tag alles etwas anders. Veranstaltungen können nicht wie gewohnt stattfinden, weil Kontakte in dieser Zeit möglichst zu vermeiden sind.

Allgemeine Informationen

Das Motto des diesjährigen Welt-Aids-Tages lautet: 
„Globale Solidarität, geteilte Verantwortung".

Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange nicht alle Menschen haben Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Am 1. Dezember findet seit 1988 deshalb jedes Jahr der Welt- Aids-Tag statt. Ziel ist es, dafür zu sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist - und zu zeigen, dass wir alle respektvoll zusammen leben können.

Dank Medikamenten haben die meisten Infizierten eine fast normale Lebenserwartung und können ihr Leben gestalten wie andere auch. Wird HIV rechtzeitig festgestellt und behandelt, ist AIDS vermeidbar.

Internationale Daten & Fakten zu HIV/AIDS

  • Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV.
  • Davon sind etwa 1,7 Millionen Kinder.
  • Weltweit sind bisher etwa 32,7 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS gestorben
  • 67% der Menschen mit HIV erhalten Medikamente – etwa ein Drittel  nicht.
  •  Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Osteuropa und Zentralasien ist die Zahl der Infektionen in den letzten Jahren stark gestiegen.

Daten & Fakten zu HIV/AIDS in Deutschland

  • In Deutschland leben heute rund 90 700 Menschen mit HIV.
  • Etwa 30 000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben.
  • Der Anteil von Menschen mit einer HIV-Diagnose, die eine antivirale Behandlung erhalten, hat stetig zugenommen und liegt inzwischen bei 96 Prozent.
  • Rund 10 800 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer HIV-Infektion. Wer von seiner Infektion nichts weiß, kann das Virus unbeabsichtigt weitergeben, außerdem ist bei Spätdiagnosen die Sterblichkeit höher.
  • Rund 1 100 Menschen erfahren jedes Jahr erst von ihrer HIV-Infektion, wenn sie bereits AIDS beziehungsweise einen schweren Immundefekt haben. Mit einem frühzeitigen HIV-Test und Behandlung wäre die Erkrankung vermeidbar.
  • Etwa 2 600 Menschen haben sich im Jahr 2019 mit HIV infiziert. Dieser leichte Anstieg der Infektionszahlen zeigt, dass weitere Anstrengungen notwendig sind.

Daten & Fakten zu HIV/AIDS in Sachsen-Anhalt

  • In Sachsen Anhalt leben heute rund 1 100 Menschen mit HIV. Die geschätzte Gesamtzahl der Neuinfektionen von 2019 beträgt  75.
  • In Sachsen-Anhalt sind bisher rund 150 HIV-infizierte Menschen an den Folgen von Aids gestorben.  

Aids-Beratung im Gesundheitsamt Stendal                                               

Der Soziale Dienst des Gesundheitsamtes in Stendal ist offen für alle Menschen, die Beratungsbedarf in Bezug auf Sexualität, Partnerschaft, Liebe, Verhütung, HIV und Aids haben. Dieses Beratungsangebot erfolgt unabhängig von der kulturellen, konfessionellen oder sexuellen Ausrichtung der Menschen.

Kostenfreies Angebot: HIV-Test und STI-Untersuchung

Es besteht seit Jahren die Möglichkeit zur anonymen und kostenfreien HIV-Antikörpertestung. Das Untersuchungsangebot wurde um den Bereich der STI erweitert. STI steht für Sexually Transmitted Infections. Es handelt sich hierbei um sexuell übertragbare Infektionen, die früher etwas ungenauer als Geschlechtskrankheiten bezeichnet wurden.

Test- und Informationsangebote sind beispielsweise für folgende Infektionen möglich: Syphilis (Lues), Gonorrhöe (Tripper) und Chlamydien. Alle Testungen und Beratungen werden weiterhin kostenfrei und anonym durchgeführt. Beratungen und Testungen können jeweils dienstags und donnerstags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Gesundheitsamt Stendal, Wendstraße 30 in der 3.Etage im Zimmer 347 (Tel. 03931 60-7941) erfolgen.

Präventionsangebote zu HIV und Aids in der Komplexität Sexualität ist ein ganzjähriges wesentliches Anliegen des Gesundheitsamtes des Landkreises Stendal. Die Präventionsveranstaltungen des Gesundheitsamtes sind für alle Interessierten in Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen sowie Werkstätten für behinderte Menschen kostenfrei und werden rege in Anspruch genommen.

Dr. med. Iris Schubert
Amtsärztin des Landkreises Stendal

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