Geflügelpest-Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet in Bittkau und Grieben aufgehoben

Allgemeinverfügung wurde widerrufen

Bei einer in Bittkau am 11.03.2021 verendet aufgefundenen Blessgans wurde am 13.03.2021 amtlich der Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln festgestellt. Daraufhin wurden Gebiete mit entsprechenden Einschränkungen und Vorschriften eingerichtet.

Mit der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung vom 20.04.2021 werden jetzt die Restriktionsgebiete um den Fundort aufgehoben.

Sowohl der Sperrbezirk in Bittkau als auch das Beobachtungsgebiet in Grieben unterliegen somit keinen besonderen Maßnahmen in Bezug auf die Verbringung von Geflügel, Geflügelfleisch, Bruteiern oder tierischen Nebenprodukten mehr.

Keine weitere Infektion gefunden

In den beiden Ortschaften wurden durch Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Kontrollen in Geflügelhaltungen durchgeführt. Zusätzlich wurden verendete Wildvögel zur Untersuchung eingesandt.

Weder in den Haltungsbetrieben noch im Wildvogelbestand wurden weitere Ausbrüche festgestellt. Somit konnten die Maßnahmen nun aufgehoben werden.

Aufstallungspflicht im gesamten Landkreis bleibt bestehen

Zu beachten ist jedoch, dass weiterhin im gesamten Landkreis Stendal die Aufstallungspflicht bestehen bleibt. Alles Geflügel ist somit weiterhin im Stall oder in einer Vorrichtung zu halten, die nach oben dicht abgesichert und seitlich so umzäunt ist, dass keine Wildvögel eindringen können.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sind insbesondere nach dem neuen Ausbruch der Geflügelpest bei einer Wildgans in Stendal unvermeidlich.

Tipps für Geflügelhalter

Dem Landkreis ist bewusst, dass diese Maßnahme die Geflügelhalter mitunter vor große Probleme stellt. Jedoch hat der Schutz des Hausgeflügels vor Tierseuchen oberste Priorität.

Für die lang andauernde Haltung von Nutztieren, die im Normalfall Auslauf im Freien gewohnt sind, gibt das Veterinäramt einige Empfehlungen:

Zur Vermeidung von Stress durch räumliche Enge und mangelnde Bewegung sollte das Geflügel so gut wie möglich beschäftigt werden. Um Nährstoffmangel zu vermeiden sollten die Tiere mit allen wichtigen Dingen versorgt werden, die sie sich sonst im Freilauf selbst suchen würden.

Neben Körnern oder Kalk-Grit in der Einstreu für die Beschäftigung und das Scharrbedürfnis bieten sich Picksteine zur freien Aufnahme von Kalk und anderen Mineralien an. Heunetze sowie zusätzliche Sitzstangen und Sitzmöglichkeiten stellen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten für das Geflügel dar. Die Schaffung einer überdachten Voliere gewährleistet den Kontakt zur Umwelt.

 

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