Informationen zur Hochwasserlage im Landkreis Stendal

In einigen Regionen in Deutschland kam es in den zurückliegenden Wochen zu sehr hohen Pegelständen verschiedener Flüsse. Auch in Sachsen-Anhalt überschritten, bedingt durch Niederschläge und Schneeschmelze, beispielsweise im Harz einige Flüsse die Hochwasser-Warnstufe 2. Im benachbarten Bördekreis war an der Ohre ein relativ hoher Wasserstand zu beobachten.  

Diese Zuflüsse haben jedoch derzeit nur geringe Auswirkungen auf den Wasserstand in der Elbe und in der Havel. Aus diesem Grund findet aktuell keine aktive Vorbereitung auf ein mögliches Hochwasser im Landkreis Stendal statt.

Die durch Tauwetter mögliche Gefahr für ein Hochwasserereignis ist den Verantwortlichen des Landkreises Stendal bekannt. Es erfolgt deshalb zurzeit eine tägliche Kontrolle der Wasserstandvorhersage des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft für die sich im Landkreis Stendal befindlichen Gewässer, insbesondere der Elbe. Nach derzeitigen Vorhersagen wird wahrscheinlich der Pegelstand der Elbe am Pegel Tangermünde in den nächsten Tagen noch leicht steigen. Momentan ist jedoch die Alarmstufe 1 (Pegelstand von 5,00 Metern) noch nicht erreicht. Eine vage Abschätzung, durch die Hochwasservorhersagezentrale für den Wasserstand am Pegel Tangermünde gibt an, dass die Warnstufe 1 eventuell am 24.02.2021 mit 5,10 Metern erreicht werden könnte Amtliche Hochwasserwarnungen für die Elbe liegen allerdings derzeit nicht vor.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind deshalb durch den Landkreis Stendal keine aktiven Hochwasserabwehrmaßnahmen geplant. Die tägliche Überwachung der Wasserstände ermöglicht ein kurzfristiges Reagieren auf die Situation, sodass notwendige Maßnahmen bei Bedarf sehr schnell eingeleitet werden können.

Im Vergleich zur Hochwassersituation 2013 ist der Landkreis Stendal sowohl technisch als auch personell gut aufgestellt. Neben den bereits abgeschlossenen sowie noch andauernden Deichsanierungen verfügt der Landkreis Stendal zur Unterstützung der Wasserbehörde über sechs Wasserwehren. Träger dieser Wehren sind die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, die Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, die Verbandsgemeinde Seehausen sowie die Einheitsgemeinden Hansestadt Stendal, Tangermünde und Tangerhütte. Diese Wasserwehren stehen im Falle eines Hochwasserereignisses der Katastrophenschutzbehörde zur Verfügung. Darüber hinaus wurde zum Vorhalten der notwendigen Fahrzeuge und Ausrüstungen im Jahr 2020 auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Arneburg eine Fertigteilhalle errichtet. In dieser wird die Ausrüstung der Wasserwehren gelagert und so vor Schäden durch Witterung oder unsachlicher Unterbringung geschützt. Die Langlebigkeit der Ausstattung ist somit gewährleistet und ist im Fall eines Hochwasserereignisses sofort einsatzbereit.

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