Erster Fachtag zum Jugendschutz ein voller Erfolg

„Jugendschutz: Herausforderungen und Möglichkeiten in der pädagogischen Arbeit“

Am 15.11.2021 veranstaltete das Jugendamt des Landkreises Stendal einen Fachtag zum Thema „Jugendschutz: Herausforderungen und Möglichkeiten in der pädagogischen Arbeit“. Eingeladen wurden pädagogische Fachkräfte der offenen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeiter*innen und Lehrkräfte sowie Akteure der Beratungsstellen des Landkreises Stendal. Das Ziel des Fachtages war es, den Teilnehmenden praxisnahe Hilfestellungen für ihre berufliche Tätigkeit zu geben und den Fachaustausch mit Kolleg*innen und Akteuren des Jugendschutzes zu ermöglichen.

Frau Müller, Amtsleiterin des Jugendamtes, richtete ihre Grußworte an die Teilnehmenden des Fachtages und betonte, dass das Thema aktueller denn je sei. In einem interaktiven Vortrag veranschaulichten die Referentinnen der Servicestelle Jugendschutz aus Magdeburg aktuelle Herausforderungen im Jugend(medien)schutz und gaben Tipps und Hilfestellungen für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Anschluss ging die Landesstelle für Suchtfragen Sachsen-Anhalt auf das Suchtgeschehen in Sachsen-Anhalt ein. Die Referentinnen lieferten den Teilnehmenden fachliche Impulse und Inspirationen für die weitere Arbeit in den Workshops. In diesen wurde das Thema Jugendschutz praxisnah aufgearbeitet.

Im Workshop „Medienbezogene Fallstricke in der pädagogischen Arbeit“ haben sich die Teilnehmer*innen rege zu Themen wie den Persönlichkeitsrechten und den Datenschutzbestimmungen ausgetauscht. Für  Yvonne Becher, Jugendmedienschutzreferentin der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz Magdeburg, war es dabei wichtig, stets die Rechte der Kinder und Jugendlichen im Blick zu haben, aber auch die Kreativität und die Teilhabe zu unterstützen.

Im Mittelpunkt des Workshops „Stop&go - ein interaktiver Jugendschutzparcours“, durchgeführt von Dr. Katja Bach, Jugendschutzreferentin der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz, standen viele Methoden, um mit Minderjährigen zum Thema Jugendschutz auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen. Dazu kann zum Beispiel der Jugendschutzparcours http://jugendschutz-parcours.de/ genutzt werden.

Im Workshop „Schulische Suchtprävention“ hat Helga Meeßen-Hühne, Landesstelle für Suchtfragen, hilfreiche Materialien und Prinzipien der schulischen Suchtprävention vorgestellt. Im Austausch mit den pädagogischen Fachkräften wurde herausgestellt, dass der Landkreis bereits über gutes Fachwissen verfügt, welches einer Vernetzung und Koordination bedürfe.

Der Workshop „Rauchen – Blubbern – Vapen: Nichtraucherschutz RELOADED!“ hat den Austausch zur Gestaltung einer rauchfreien Umgebung in Schule, Kommune und Landkreis ermöglicht. Die Teilnehmenden berichteten über die vielfältige Präventionsarbeit in Schulen und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit. Jacqueline Lingner von der Landesstelle für Suchtfragen stellte heraus, dass es darauf ankommt, das Image des Nichtrauchens zu verbessern.

Der Bereich Jugendschutz bietet regelmäßig Veranstaltungen an und möchte auch zukünftig den pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit geben, sich zu informieren und weiterzubilden.

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