Afrikanische Schweinepest (ASP) - Landkreis Stendal ist alarmiert

Im Landkreis Ludwigslust – Parchim wurde ein verendetes Wildschwein positiv auf Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet.
Es wurde in den Ruhner Bergen nahe Marnitz (in der Nähe der A 24) gefunden, ca. 45 km von Wittenberge entfernt. Der Landkreis Stendal, der seit langem den „Stab ASP“ ins Leben gerufen hat, ist alarmiert und wird aufgrund der aktuellen Situation am Vormittag des 26.11.2021 eine außerordentliche Sitzung durchführen. Hier werden die aktuellen Informationen gewertet und entsprechende Maßnahmen abgestimmt.


Die Afrikanische Schweinepest / African Swine Fever (ASP / ASF) ist eine hochansteckende anzeigepflichtige Infektionskrankheit der Wild- und Hausschweine. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Ursprünglich auf den afrikanischen Kontinent begrenzt, wurden im Jahr 2007 erstmals Fälle von ASP aus Georgien gemeldet. In den Folgejahren bis heute hat sich die Seuche über die Kaukasusstaaten und die Russische Föderation bis in die osteuropäischen EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien und Bulgarien ausgebreitet. Örtlich begrenzte Ausbrüche unter Wildschweinen wurden im Jahr 2017 im Osten Tschechiens und im Süden Belgiens registriert. In Tschechien gelang es den Seuchenherd einzugrenzen und die ASP zu tilgen. Im Jahr 2020 traten die ersten Fälle von ASP in den östlichen grenznahen Regionen zu Polen in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen auf. Deutschland hatte in den besonders gefährdeten Gebieten begonnen, mit mobilen Zäunen der Einwanderung infizierter Wildschweine entgegen zu wirken. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass im September 2020 die ersten Infektionen bei verendeten Wildschweinen im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen wurden. Inzwischen sind im Land Brandenburg grenznahe Regionen in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland betroffen. In diesen Gebieten wurden Restriktionen nach der Schweinepest-Verordnung verfügt.

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