Kontakt

Landkreis Stendal
  • Hospitalstraße 1-2
  • 39576 Hansestadt Stendal

  • Telefon: +49 3931 60-6
  • Fax: +49 3931 213060

Startseite

Neujahrsempfang 2019 - Grußwort des Landrates

Landrat Carsten Wulfänger

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

das Weihnachtsfest liegt nun schon fast drei Wochen zurück. Es war für viele Familien ein Fest mit guten und eigenen Traditionen, ein Fest der Zusammenkunft und Tage, die etwas Ruhe in die tägliche „Zeitnot“ brachten.

Zum Beginn des neuen Jahres ist es für viele ein Ritual in dieser besonderen Zeit, den Blick auf die Dinge nach vorn zu richten und Wünsche oder Ziele für die Zukunft zu formulieren. Bewusst und unbewusst gestalten wir jetzt das vor uns liegende Jahr.

Gern möchte ich Ihnen anlässlich des heutigen Neujahrsempfanges, an welchem sicher nicht jeder von Ihnen teilnehmen kann oder möchte, meine Wünsche zum neuen Jahr übermitteln.

Es gibt im Landkreis Stendal viele Themen, die uns täglich neu herausfordern. Ich möchte nur einige wenige an dieser Stelle nennen:

Wichtig für jeden von uns in unserer ländlichen Region ist der Ausbau unserer Infrastruktur.

Erfreulicherweise geht der Bau der A 14 sichtbar voran. Die ersten  Baustellen haben den Landkreis Stendal erreicht. Das gibt uns Hoffnung, dass wir bald auf der A 14 fahren können.

Neben der Autobahn A 14 ist der Bau der Datenautobahn also des schnellen Internets unbedingt notwendig, um unseren Landkreis zukunftsfest zu gestalten.

Es hat jemand geschrieben, die Digitalisierung ist eine „Schicksalsfrage“. Ich sehe das genauso. Jeder Lebensbereich, egal ob im privaten oder beruflichen ist von der Digitalisierung betroffen. Ich bin davon überzeugt, dass wir hier erst am Anfang einer Entwicklung stehen. Es gilt, hier nicht abgehängt zu werden.

Deshalb unterstütze ich weiterhin den Zweckverband Breitband Altmark, der das Ziel hat, das superschnelle Internet flächendeckend in unserem Landkreis anzubieten.

Und, meine Damen und Herren, die Unterstützung lohnt sich. Der Landkreis Stendal ist im Rahmen des Digitalisierungskompasses durch den Zweckverband, aber auch durch private Anbieter auf einen deutschlandweit passablen Rang vorgerückt. In Sachsen-Anhalt ist damit  nur noch Magdeburg besser. Ein Erfolg, der mich persönlich sehr freut. Ich bedanke mich bei all denen, die uns bei der oftmals schwierigen Arbeit unterstützen.

Aber es ist auch noch ganz viel zu tun.

Nur am Rande möchte ich erwähnen, dass ich ganz und gar nicht die Auffassung des Leibnitz-Institutes von Dezember 2018 vertrete, dass  die Förderung des ländlichen Raumes zugunsten der Großstädte hinterfragt werden sollte.

Was bringt uns das Jahr 2019?

Vieles liegt wie am Anfang eines jeden Jahres noch im Dunkeln.

Das, was wir schon jetzt mit Freude erwarten können, sind Verbesserungen an einer Reihe von Schulen des Landkreises.

  • In der Stadt Bismark wird an der Sekundarschule die Mensa für ca. 700.000 Euro neu gebaut und die Innensanierung für rund 900.000 Euro vorgenommen.
  • In Stendal wird in diesem und im kommenden Jahr die Innensanierung der Komarow-Schule für rund 1,8 Mio Euro durchgeführt.
  • Die Gymnasien Osterburg und Tangermünde werden 2019 fertiggestellt.
  • An der Sekundarschule in Goldbeck wird die Südfassade für 300.000 Euro erneuert.
  • In Tangerhütte wird die alte Sporthalle mit 1,0 Mio. Euro zur Mensa umgebaut.
  • Wir warten noch auf die Bescheide für das Gymnasium Hildebrandt in Stendal, die Sekundarschule Goldbeck und die Gemeinschaftsschule in Tangerhütte, um weitere Schulen sanieren zu können.

Ziel muss es sein, keine weiteren Schulstandorte zu schließen. Die Voraussetzungen dafür sind gut.

Erstens sind die Schülerzahlen bei weitem nicht so zurückgegangen wie prognostiziert. Auch die Geburtenzahlen liegen landkreisweit konstant bei 850 bis 900 Geburten pro Jahr.

Und zweitens wird es zukünftig die Möglichkeit geben, Grundschulverbünde zu bilden, um Schulschließungen zu vermeiden.

Gleiche Bildungschancen zu haben, hängt auch mit einer annehmbaren Entfernung zur Schule zusammen.

Bildung und Arbeit hängen eng zusammen.

Auch im vergangenen Jahr haben wir einen Rückkehrertag organisiert. Was 2017 erfolgreich begann, konnte Ende 2018 weiter fortgeführt werden.

Am 27.12. waren 76 Aussteller mit 165 Jobangeboten hier vor Ort. So konnten sich die ca. 1000 Besucherinnen und Besucher über konkrete Stellenangebote oder Karriereperspektiven informieren. Auch zukünftig werden wir uns verstärkt um die Menschen bemühen, die in ihre Heimat zurückkehren möchten. Ich weiß, dass eine ganze Reihe ehemaliger Altmärker zurückkommen wollen. Das höre ich in vielen Gesprächen. Wer einst nur wegen der beruflichen Perspektive die Region verlassen hat, liebt seine Heimat, kennt die Vorzüge und wünscht sich hier eine Perspektive. Jetzt ist sie in vielen Betrieben gegeben.

Aber nicht nur die Arbeit ist wichtig, sondern auch die Bedingungen unter denen wir leben.

Was uns gemeinsam bewegt hat und auch immer noch bewegt, ist die Verordnung „NATURA 2000“. Die Stellungnahme des Landkreises Stendal zur Landesverordnung über die NATURA 2000-Gebiete wurde bereits Ende 2017 abgegeben und im September 2018 nochmals durch den Kreistag Stendal in der vom Land vorgelegten Fassung abgelehnt. Insbesondere die Betretungsverbote an unseren Flussläufen sind für viele Menschen, und dazu gehöre auch ich, nicht zu akzeptieren. Was jetzt als geschützt gelten soll, wurde über Jahrhunderte hinweg durch die Bewohner unserer Region gehegt und gepflegt.

Ich denke, dass lebensferne Teile der Verordnung im Zuge einer Evaluierung noch überarbeitet werden, um so die Akzeptanz dieser Naturschutzverordnung, die immerhin 24 000 ha, das sind 10 Prozent der Landkreisfläche betrifft, hier vor Ort zu erhöhen.

Auch der Neubau der 380 kV-Freileitung Perleberg-Stendal/West wird uns in diesem und in den kommenden Jahren begleiten. Der Kreistag Stendal hat sich dieser Problematik bereits angenommen.

Gemeinsam werden wir viele weitere Themen im Laufe des Jahres betrachten, diskutieren und daran arbeiten.

Heute wünsche ich Ihnen persönlich in dem vor uns liegenden Jahr vor allem Gesundheit.

Jeder von uns wird sich  dieses hohe Gut für seine Familie und sich selbst jeden Tag neu wünschen.

Schöpfen Sie Kraft aus Ihrer Familie, ihrem Freundeskreis. Schöpfen Sie Kraft an Orten an denen Sie sich gern aufhalten. Ich freue mich auf unser gemeinsames neues Jahr und wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag und Abend im Rahmen interessanter Gespräche.

Alles Gute für 2019.

Ihr
Carsten Wulfänger

 

 

11.01.2019

© Edgar Kraul E-Mail

Zurück