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Grußwort des Landrates zum Jahreswechsel 2017 / 2018

Landrat Carsten Wulfänger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Jahreswechsel gibt uns allen Gelegenheit, auch einmal über unseren alltäglichen Horizont hinauszublicken auf die Dinge, die wirklich wichtig sind. Gesundheit, Zufriedenheit und ein Leben in Frieden sind Geschenke, für die wir selbst nicht dankbar genug sein können.

Zum Beginn eines neuen Jahres ziehen die meisten Menschen oft Bilanz. Wir fragen uns, was wir  geschafft haben und setzen uns Ziele. Ich möchte kurz einen kleinen Teil des Erreichten und der Ziele skizzieren.

Im Rahmen der STARK III Förderung erhielt der Landkreis Stendal im Februar die Fördermittelzusage für die geplanten Sanierungsmaßnahmen der Gymnasien in Osterburg und Tangermünde in Höhe von insgesamt 5,2 Millionen Euro. Die Bauarbeiten haben begonnen und sollen in 2019 abgeschlossen werden.

In meinem Grußwort zum Jahreswechsel 2016/17 bin ich darauf eingegangen, dass mit dem Programm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Land(auf)Schwung strukturschwache ländliche Regionen unterstützt werden. Der Landkreis Stendal ist die einzige Förderregion in Sachsen-Anhalt. Für die Umsetzung der Schwerpunktthemen „Nachhaltige Siedlungsentwicklung“ und „Digitalisierung der Altmark“ stehen bis Mitte 2018 rund 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. Von diesen 1,5 Mio. Euro wurden bisher durch den Beirat rund 1,1 Millionen Euro bewilligt. Das Modellvorhaben Land(auf)Schwung soll bis Ende 2019 verlängert werden. Aus Sicht des Bundesministeriums können damit die bisher gewonnenen Erkenntnisse zur Stärkung der Wirtschaftskraft und Sicherung der Daseinsvorsorge in den Regionen vertieft und weitere Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Förderpolitik für ländliche Räume gewonnen werden. Der Landkreis Stendal wird sich an der Verlängerung des Modellvorhabens beteiligen und hat dies dem Bundesministerium mitgeteilt.

Durch die Wirtschaftsförderung wurden zudem Finanzmittel für verschiedenste Projekte in Höhe von insgesamt knapp 11 Millionen Euro in den letzten zwei Jahren in den Landkreis geholt. Der weitere Ausbau der Wirtschaftsförderung ist mein grundlegendes Anliegen und wird durch den Kreistag Stendal offensiv begleitet.

Sie wissen, dass der Ausbau des „schnellen Internets“ für uns von herausragender Bedeutung ist. Um dieses Vorhaben umzusetzen, welches insgesamt 140 Millionen Euro für die gesamte Altmark kosten wird, war eine Grundvoraussetzung die Förderung durch den Bund und das Land Sachsen-Anhalt. Im Spätsommer wurden hierfür die erforderlichen Weichen gestellt. Die Förderbescheide in Höhe von 64 Millionen Euro liegen vor. Insgesamt werden  19 683 Anschlüsse gebaut. Das sind über 2 300 Km Glasfaserkabel, die in die Erde zu bringen sind. Bisher konnten die Ortslagen Altenzaun, Schwarzholz, Beelitz, Hohenberg-Krusemark, Kamern, Neukamern, Hohenkamern, Wulkau angeschlossen werden. Weitere werden in den  drei geplanten Projektgebieten folgen.

Weit verbreitet ist der Gedanke, dass in unserem Landkreis sehr viele ausländische Einwohner zugewandert sind. Zu verzeichnen ist, dass zum Ende des Jahres 3 324 Menschen mit äusländischen Wurzeln im Landkreis Stendal leben. Das entspricht einer Quote von 3 Prozent zur Gesamteinwohnerzahl des Landkreises gerechnet. Dabei handelt es sich um Menschen aus EU-Staaten aber auch aus vielen anderen Ländern. Mit den sinkenden Zuweisungen  ist auch die Frage der Unterbringungsnotwendigkeiten immer neu einzuschätzen. In diesem Rahmen wird das Übergangswohnheim in Osterburg und im Akazienweg in Stendal im ersten Halbjahr 2018 geschlossen und danach an die Eigentümer zurück gegeben.

Wie sehr unser Gemeinwesen von der unermüdlichen, ehrenamtlichen Arbeit vieler Bürgerinnen und Bürger lebt, merken viele von uns jeden Tag.  Ich möchte mich auch auf diesem Weg ausdrücklich bei allen Ehrenamtlichen herzlich für ihren oft selbstlosen Einsatz in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens bedanken.

Viele junge Menschen sind vor Jahren in andere Bundesländer abgewandert, um einen interessanten und gut bezahlten Job anzunehmen. Nun braucht die eigene Heimat qualifiziertes Personal in der Wirtschaft, um Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten.

Davon, dass es auch im Landkreis Stendal attraktive Jobs gibt, konnten sich Interessierte am 27. Dezember im Stendaler Landratsamt im Rahmen des Rückkehrertages überzeugen. Mehr als 60 Firmen der Region stellten sich an diesem Tag vor, unterbreiteten über 100  Angebote, zeigten Karriereperspektiven auf und standen als Diskussionspartner zur Verfügung. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die sich eingebracht haben, diesen Tag zu gestalten.

Ab 2018 werde ich in den Einheits- und Verbandsgemeinden unseres Landkreises Bürgersprechstunden durchführen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen ja bereits jetzt schon die Möglichkeit und sprechen ihre Probleme direkt bei mir an. Ob im Amt oder bei anderen Gelegenheiten. Das ist jedoch ausbaufähig meine ich. So manche Frage lässt sich in einem persönlichen Gespräch sicher besser klären.

Ich wünsche Ihnen in dem vor uns liegenden Jahr vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und viel Glück wo immer Sie es benötigen. 

Ihr

Carsten Wulfänger
Landrat des Landkreises Stendal

27.12.2017

© Angela Vogel E-Mail

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