Kontakt

Landkreis Stendal
  • Hospitalstraße 1-2
  • 39576 Hansestadt Stendal

  • Telefon: +49 3931 60-6
  • Fax: +49 3931 213060

Startseite

Geflüchtete Menschen integrieren – Arbeitstisch „Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Landkreis Stendal“ zieht nach einem Jahr erste Zwischenbilanz

Ende November trafen sich die Mitglieder des Arbeitstisches „Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Landkreis Stendal“ zu ihrer letzten Beratung im Jahr 2017. In der 22-köpfigen Expertenrunde sind vertreten die Agentur für Arbeit,  das Jobcenter Stendal, der Landkreis, Migrationsberatungsstellen, Sprachschulen, Bildungsträger, die Kammern sowie Projektmitarbeitenden von diversen Landesprogrammen.

Gut ein Jahr nach seiner Gründung konnte der im November 2016 ins Leben gerufene Arbeitstisch eine positive Zwischenbilanz ziehen.

Erste Ergebnisse: Prozessketten als bedarfsgerechtes Instrument

Die Mitwirkenden des Arbeitstisches hatten im abgelaufenen Jahr die für Ausbildung und Arbeit relevanten Prozessschritte zusammengetragen und die beteiligten Akteurinnen und Akteure klar in ihrer Abfolge benannt. Die einzelnen Elemente wurden dann in einer Übersicht anschaulich dargestellt.  Diese Veranschaulichung der Prozessketten stellt der Landkreis Stendal auf seiner Internetseite „Migration und Integration“ für alle Interessenten bereit (https://migration.landkreis-stendal.de/de/mig_arbeitstisch.html). Damit steht regional agierenden Akteurinnen und Akteuren ein bedarfsgerechtes Instrument zur Verfügung. Die Gesamtübersichten zeigen alle notwendigen Schritte zur Erreichung des Zieles der Ausbildung bzw. Arbeitsaufnahme von Migrantinnen und Migranten. Im Rahmen des Prozesses der Interkulturellen Öffnung im Landkreis Stendal unterstützte die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. über das Landesnetzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) Sachsen-Anhalt den Arbeitstisch bei der Erstellung dieser Prozessketten.

„Es gibt viele Bildungsträger, Beteiligte und diverse Projekte. Das Gesamtbild war zu Beginn nicht ganz klar. Jetzt wissen alle, wer was macht. Von hier aus können wir weitergehen.“, so Stella Khalafyan, die als Integrationskoordinatorin für den Landkreis Stendal und zugleich als Moderatorin des Arbeitstisches fungiert. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich die Integration von Migrantinnen und Migranten durch ein gemeinschaftliches Netzwerk leichter bewerkstelligen lässt. Alle Partner unterstützen die Prozessketten mit ihren Stärken und tragen so an den richtigen Stellen zur beruflichen Unterstützung bei.“, so Olaf Lange, Bereichsleiter in der Agentur für Arbeit Stendal.

Ein koordiniertes Bildungsmanagement ist unabdingbar: Das Erlernen der deutschen Sprache eine der Voraussetzungen

Die Verantwortlichen waren sich einig, dass für die gelungene Arbeitsmarktintegration gute Sprachkenntnisse eine wichtige Voraussetzung sind. In diesem Sinne ist Bianca Weber, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, eine wichtige strategische Partnerin bei der Erstellung der Angebote. Sie bündelt die Bildungsangebote und macht diese transparent. „Wir bieten als Landkreis diverse lebensweltorientierte Beratungen an“, äußert sich Weber. „Für eine gelungene Arbeitsmarktintegration sind gute Sprachkenntnisse Grundvoraussetzung. Durch die transparente Prozesskette können Zuwandererinnen und Zuwanderer im Anschluss an die Sprachausbildung zielgerichtet ihren Ausbildungs- und Arbeitsweg planen.“, so Mechthild Bleuel, Leiterin der Sprachschule inlingua Stendal.

Mehrwert durch Vernetzung und Kooperation

Der Arbeitstisch ermöglicht zudem die Vernetzung der Partner vor Ort im Themenfeld Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten und trägt zu gegenseitigem Informationsaustausch bei. So stellen etwa Arbeitgeber mit gewonnenen Auszubildenden das eigene Integrationsmanagement im Betrieb vor. Außerdem werden zwischen einzelnen Arbeitstisch-Partnern Vereinbarungen getroffen, die schnell und unkompliziert zur Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt führen können. Durch die enge Vernetzung werden die relevanten Prozesse beschleunigt. "Kooperation schafft Mehrwert - vor allem, wenn sich regionale Akteurinnen und Akteure auf Augenhöhe begegnen. So können vor Ort erfolgversprechende Lösungen im Sinne der bestmöglichen Integration Geflüchteter in die Gesellschaft erarbeitet werden.", betont Steve Kanitz, Bereichsleiter Markt + Integration des Jobcenters Stendal.

Aufbauend auf diese Ergebnisse setzt der Arbeitstisch seine Arbeit im Jahre 2018 fort.

22.12.2017

© Stella Khalafyan E-Mail

Zurück