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Ausstellung in Havelberg: "Heimat im Krieg 1914/18"

Spurensuche in Sachsen-Anhalt

Für eines der Lazarette, die 1914 in Havelberg entstanden, wurde eine Turnhalle in der Nähe des Domes zum Krankensaal umfunktioniert.

Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren. Millionen von Toten zählte dieser Krieg, der oft als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird und vor genau 100 Jahren endete.

Aus diesem Anlass zeigt das Prignitz-Museum am Dom Havelberg, das sich in Trägerschaft des Landkreises Stendal befindet, vom 1. Dezember 2018 bis zum 31. März 2019 die  Wanderausstellung „Heimat im Krieg 1914/18 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt“. Eröffnet wird sie am Samstag, den 1. Dezember 2018 um 15:00 Uhr.

Die zahlreichen Exponate, Fotografien und Texte der Ausstellung geben einen Einblick in das Leben der Menschen dieser Zeit und dieser Region, weit entfernt von den Schützengräben des Ersten Weltkrieges.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt mit dem Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt, der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt, die Landeszentrale für politische Bildung, die Landesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. und weitere Partner begleiteten und förderten das Projekt.

Das Prignitz-Museum in Havelberg ist die neunzehnte und letzte Station dieser Ausstellung. Gleich zu Beginn des Krieges waren in Havelberg ein Lazarett und ein Gefangenenlager entstanden. Der damalige Leiter des städtischen Krankenhauses, der zugleich auch Museumsleiter war, sammelte im Laufe des Krieges Fotografien von Verwundeten, Gefangenen, Wachleuten und Einheimischen. Er sicherte das Tagebuch eines Lehrers, der den Aufbau von Lager und Lazarett in Havelberg als neugieriger Zaungast kommentiert hatte. Gegenstück dazu ist der Bericht eines Havelbergers über seine französische Gefangenschaft, in welchem das Leben in einem solchen Lager beschrieben wird. Diese Aufzeichnungen und eine Vielzahl großformatiger Fotos werden die zahlreichen Ausstellungsstücke aus Havelberg und von rund zwanzig Leihgebern aus Sachsen-Anhalt ergänzen.

Viele der Aufnahmen stammen aus der Kamera des Havelberger Fotografen Reinhold Steffen, der an der Westfront verwundet worden war und den Krieg überlebt hatte.

26.11.2018

© Antje Reichel E-Mail

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